Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 62 (1918)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Einzelbemerkungen zur Lieferung 3 - 6 der Holzmannschen Mischna-Ausgabe [Rezension]
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 3)
- Language
- German
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72 Besprechungen. man als Erstlinge keine Flüssigkeiten bringen darf, vgl. Bik I 3. 10 III1. Dies widerspricht der Bestimmung Ter. XI 3, wo gerade Öl und Wein ausgenommen sind, daher erklären beide Talmude (Talm. b. Chull. 120 b. j. Ter. 40 a), letztere Ausnahme stamme nur von R. Josua, Maimonides zu unserer Stelle und zu Ter XI 3, sie sei nur von R. Jehuda. Schon dieses Schwanken in den Namen beweist, daß wir hier eine künstliche Auslegung haben, die den Widerspruch verdecken will«. Diese Ausführung ist ganz verfehlt. Maimonides beruft sich selbst auf den Babli, es kann also seine Erklärung nicht als Widerspruch zur Erklärung des Talmuds verstanden werden. Entweder hat Maimonides im Talmud יהודה gelesen, oder es ist in seinem Kommentar ר//י irrtümlich in ר, יהודה aufgelöst worden. Wie aber Alb recht zu dem Hinweis auf »j. Ter. 40 a« gekommen ist, begreife ich nicht. In Jerusch Teramoth III 3 47 c und Challa IV Ende 60 *> ist keine Spur von der Erklärung des Babli vorhanden. — Übrigens hätte Albrecht an geben müssen, welche Jeru schalmiau sgabe er zitiert. S. 41. »Nun gab es aber nach Num. 9, 6—13 noch ein Nachpascha für Unreine und Reisende, das im allgemeinen ganz wie das erste Pascha gefeiert wurde, nur fehlte der Befehl, in Jerusalem zu erscheinen. Daher wurde Joseph zurückgeschickt, als er mit seinen Kindern usw. hier erschien, denn diese Sitte sollte sich nicht einbürgern.« Dies ist unrichtig. Beim zweiten Peßach mußte man ebenso in Jerusalem erscheinen wie beim ersten; vgl. Peß. IX 3, Tosefta ibid. VIII 8 und Baraitha in Babli ibid. 95 b. Joseph wurde aber deshalb zurückgewiesen, damit nicht die Anwesenheit von Frau und Kindern beim zweiten Peßach zur Pflicht werde, wie der jerusalemische Talmud und die Kommentare erklären. Nun auch einige Beispiele zur Charakterisierung der Textherstellung: S. 16. II 3 c חלק בשם ist ungemein schwer. Es gibt dafür zwei vorzügliche Lesarten: 1 * *חלק לשם) und 9חלה לשם), die Albrecht in seinem textkritischen Anhang kennt. In den Text aber hat er חלק בשם aufgenommen. — S. 34. IV 8 haben Editionen, 1)So auch ר//י בן מלכי צדק, R. Simson, BertLnoro, Or Sarua I N. 247 und Nachmanides הלבוח חלה. ») jerosch.: חלה בשם.