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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 1 · p. Seite 51

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 1
Article
Zwie Sammelbände aus dem Nachlasse Karolus Fischers
Date
1918-01-01
Page
Seite 51 (sequence 3)
Language
German
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Zwei Sanunelbände aus dem Nachlasse Karolus Fischers. 51 Das zweite gleichlautende ist am Sonntag, den 18. Mai 1770 von ■ אברהם בן כמר משה ליב מדלי מפראג אל״ח ausgestellt; beide sind in schöner Quadratschrift von dem jedesmal als Zeugen gefertigten Karolus Friedericus Reiner, wohl auch einem getauften Juden, geschrieben. Weiter finden sich in diesem Bande ein Anerkennungsschreiben R. jecheskel Landaus an הה״ק הר״ר פינחס סג״ל רמ״ד anläßlich seiner Wahl zum Gemeindevorsteher, worin besonders die vielen Dienste, die Remad dem Bethdin durch 18 Jahre geleistet hat, rühmend hervorgehoben werden, ein gedrucktes Zirkular der Metzer Gemeinde, datiert von ז׳אב תק״נג, in welchem ausgeführt wird, daß seit cler bürgerlichen Gleich- Stellung der Juden vor zirka einem Jahre, es dem Gemeindevorstände unmöglich sei, Abgaben einzuheben oder Darlehen aufzunehmen; daher können die alten Schulden nicht gezahlt, die Thoragelehrten nicht unterstützt werden; der Vorstand sieht sich deshalb genötigt, besonders im Interesse des Thorastudiums um Unterstützung zu bitten. Diesem Zirkulare sind 12 Unterschriften beigedruckt, drei hinzugeschrieben; die erste dieser geschriebenen lautet: אורי פייבש כהן ר״ט ורב דבה״ט ובמקו׳ הרב אב״ד פה ק״ק מיץ. Aus dem sonstigen Inhalt sind von besonderem Interesse zahlreiche Briefe von und an R. Bezalel Ranschburg, darunter auch von R. Wolf Boskowitz, ein Prospekt und Einladung zur Mitarbeit an der von Ignaz und Alois Jeitteles herauszugebenden Wochenschrift Siona, d. d. Wien 1. März 1819, die ein Honorar von 4 Dukaten in Gold für den Druckbogen zahlen woUen, ein lateinisches Schreiben des bekannten P. Franciscus Haselbauer an P. Joannes in Brünn über den dortigen hebräischen Buchdrucker Neurnann und die gegen ihn anzuwendenden Maßregeln, in dem es heißt, daß Neumann als Jude ein armer Zehngebotschreiber, als Neophyt ein Kaffeesieder gewesen sei und sich als Buchdrucker sehr häufig gegen das Druckprivilegium vergangen habe, indem er fremde, anderswo gedruckte Bücher mit Zensurstempel versehen habe. Von den im Bande enthaltenen Abhandlungen sind anzuführen ein Blatt mit der Überschrift מכתבים ושידים שונים. דרשות מהגאון, 4*

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