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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 1 · p. Seite 30

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 1
Article
Über einige englische Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur
Date
1918-01-01
Page
Seite 30 (sequence 15)
Language
German
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30 Über einige englische Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts Aristoteles. Ich glaube nicht, daß dieses Blatt gefallen ist durch die Wirkung einer Vorsehung« usw. Thomas v. A. stimmt dem Maimonides zu, soweit es sich um das Verhältnis der göttlichen Providenz zu den menschlichen Individuen handelt1), weist dagegen die Ansicht, daß die Einzelwesen im Bereiche der anderen sublunarischen Dinge der göttlichen Providenz nicht unterlägen, mit Entschiedenheit zurück2). 11. Ulterius erravit circa humanam voluntatem et naturam, ponens, quod licet talia a Deo mutari possint, tarnen non mutantur, quia tune frustra esset admonitio prophetarum; credens, hominem per se ipsum, absque speciali Dei auxilio posse omnia peccata vitare, et omnes admonitiones prophetarum implere, ex qua positione videtur sequi, gratiam divinatn penitus superfluere; propter quod haec positio est pejor positione Pelagii, secundum quam licet possemus recte vivere sine gratia, non tarnen superfluit gratia; quia eam habendo faciliori modo recte vivimus. Quod autem sic senserit Rabbi Moyses, ut dictum est, patet per ea, quae ait in libro De Expositione Legum, capitulo XXXII03). More III, 32 (Guide III, S. 256): »Obgleich alle Wunder in der Veränderung der Natur eines der bestehenden Wesen bestehen, verändert Gott doch nicht durch ein Wunder die Natur der menschlichen Individuen ... Wenn wir dieses Prinzip aussprechen, so geschieht das nicht, weil wir glauben, daß die Veränderung der Natur eines menschlichen Individuums für Gott schwer sei; im Gegenteil, das ist möglich und unterliegt seiner Macht. Allein nach den im Gesetz der Thora enthaltenen Prinzipien wollte Gott das nicht tun und wird es nie wollen, denn, wenn es sein Wille wäre, jedesmal die Natur des menschlichen Individuums zu verändern um dessentwillen, was er von diesem Individuum erreichen will, so wäre die Sendung der Propheten und die ganze Gesetzgebung überflüssig«. *) Comment. in Sent. I dist. 3g qu. 2 artic. 2. Vgl. Guttmann, Thomas, S. 53, A. 4. 3) Summ, theolog. I qu. 22 artic.2. Vgl.Guttmann, Thomas, S. 54, A.i. 3) Die Angabe des Teiles des More fehlt.

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