Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 62 (1918)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über einige englische Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2829132-2829887-2829889-2847820--43061-2847868- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur. 27 werden, sind bereits geschaffen und bestehen, da es ja heißt: sie bestehen vor mir« usw. Ich habe bereits die Bedenken erwähnt, zu denen die diese Nummer abschließenden Worte: »ut manifestius palet ex alia translatione« Veranlassung geben1), Sollten sie sich auf eine zweite hebräische Übersetzung beziehen, so wäre damit die des Samuel Ibn Tibbon gemeint, in welcher der betreffende Passus viel prägnanter als von Charisi wiedergegeben wird. Bei Charisi heißt es: כי מה שאמרו שיתא אלפי שנין הר עלמא וחד חרוב אינו אפיסות המציאות בכללו כי באמרו חד חרוב יורד, כי יש א ר dagegen bei Tibbon: ועוד כי אומרם שיתא אלפא הוי עלמא וחד הרוב אינו העדר המציאות לגמרי/ ואמרו חד חרוב תורה על השאר הומן. Worauf es also ankommt, daß die Zeit bestehen bleibt, das fehlt bei Charisi, während es bei Tibbon scharf zum Ausdruck kommt. Auch diese Ansicht des M. wird von Thomas v. A. bekämpft2). ״ S. Ulterius erravit circa prophetiam, credens, hominem se posse sufficienter disponere ad gratiam prophetiae, et quod Deus non eligit in prophetando quemcunque singulärem, sed illum qui se aptat ad talia. Unde visus est, veile divinam providentiam dependere ex operibus nostris. Haec autem patent 11° libro De Expositione Legum capitulo XV° (Marginalnote XXXVI). Vgl. More II, 36 (Guide II, S. 284): »Nach diesen einleitenden Bemerkungen muß man wissen, daß es sich hier (bei dem zur Prophetie Berufenen) um ein menschliches Individuum handelt, dessen Gehirnsubstanz in ihrer ursprünglichen Bildung außerordentlich gut proportioniert ist durch die Reinheit ihrer Materie und der einem jeden ihrer Teile entsprechenden Mischung, durch ihre Quantität und ihre. Lage .... Ferner muß ein solches Individuum sich die Wissenschaft und die Weisheit in dem Maße erworben haben, daß sie von der Möglichkeit zur Wirklichkeit gelangt ist; es muß eine ganz vollkommene menschliche Intelligenz und reine gleichmäßige menschliche Sitten besitzen; all sein Verlangen muß auf die Kenntnis der Mysterien dieser '1) Vgl. oben S. 1g. 2) Comment. in Sent. IV dist. 48 qu. 2 artic. 3. Vgl. Guttmann, Thomas S. 71, A. 4.