Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 62 (1918)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über einige englische Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 7)
- Language
- German
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22 Über einige englische Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts gelangt und vollkommen geworden ist, in Nichts dem gleicht, was es im Augenblick des Entstehens und Hervorgehens aus dem absoluten Nichtsein war«. Den Ausführungen des Maimonides schließen sich auch Albertus Magnus1) und Thomas von Aquino2) an. Unerfindlich ist, warum der Autor unserer Abhandlung diese Lehre des Maimonides, die er gleichfalls als richtig anerkennt, an die Spitze des den Irrtümern des M. gewidmeten Teiles seiner Abhandlung stellt. 2. Fosuit enim, in Deo non esse aliquam multitudinem, nee re, nec ratione, ut patet 1° libro De Expositione Legum, capitulo XI0, propter quod sequitur, in Deo non esse Trinitatem, cum tres personae sint ires res. Unde ipse in eodem libro, capitulo LXXI°, quasi derisive loquitur de sapientibus christianis insudantibus inquirendo de ratione Trinitatis, ac si frivolum esset Trinitatem credere. In der Randnote der Pariser Handschrift werden beide Stellenangaben berichtigt. Das erste Zitat ist nicht aus More I, n, sondere aus More I, 51 geschöpft. Die Stelle lautet (Guide 1, S. 184): »Fügen wir noch hinzu, daß, wenn es zahlreiche Attribute gäbe, daraus folgen würde, daß es viele ewige Dinge gebe; eine Einheit aber gibt es nur dann, wenn man eine einzige und einfache Wesenheit annimmt, in der es weder eine Zusammensetzung noch eine Vielheit von Ideen gibt, sondern im Gegenteil nur eine einzige Idee, die sich als eine erweist, von welcher Seite man sie auch ansieht und von welchem Gesichtspunkt man sie betrachtet, die auf keine Weise und durch keine Ursache in zwei Ideen geteilt werden kann und in der keinerlei Vielfachheit ist weder außerhalb noch innerhalb des Geistes«. Die zweite Stelle, nicht aus More 1, 71, sondern aus More I, 50 (Guide I, S. 180) geschöpft, lautet: »Derjenige, der glaubte, daß er (Gott) einer sei, aber zahlreiche Attribute besitze, würde wohl mit seinem Worte ausdrücken, daß er einer sei, aber in seinem Denken würde er glauben, daß er vielfach 2) Guttmann, Scholastik S. 103. 2) Guttmann, Thomas S. 65.