Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 62 (1918)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Über einige englische Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur
- Date
- 1918-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 6)
- Language
- German
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in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur. 21 nicht glaubt, einen Beweis für die Ewigkeit der Welt zu haben«:. More II, 16 (Guide II, S. 129): »Was ich zu tun beabsichtige, das ist zu zeigen, daß die Erschaffenheit der Welt, entsprechend der Lehre der Thora, die ich bereits dargelegt habe, durchaus nicht unmöglich ist, und daß alle philosophischen Beweisführungen, aus denen hervorzugehen scheint, daß es nicht so ist, wie ich es behauptet habe, daß alle diese Einwendungen etwas an sich haben, wodurch man sie widerlegen und verhindern kann, sie als Beweise gegen uns anzuwenden«. More II, 17 (Guide II, S. 130): »Man kann in keiner Weise von der Natur, die eine Sache hat, nachdem sie entstanden, vollendet und zu ihrem letzten vollkommensten Zustand gelangt ist, auf den Zustand schließeai, in dem diese Sache sich befand in dem Augenblick, da sie sich bewegte, um zur Entstehung zu gelangen. Ebensowenig kann man von dem Zustand, in dem sie war in dem Augenblick des Sichbewegens auf den Zustand schließen, in dem sie sich befand, bevor sie sich zu bewegen anfing. Solange du dich darüber im Irrtum befindest und darauf bestehst, von der Natur einer zur Wirklichkeit gelangten Sache auf die zu schließen, die sie hatte, als sie erst in der Möglichkeit war, wirst du in schwere Zweifel geraten; Dinge von notwendiger Existenz werden dir sinnlos und sinnlose Dinge von notwendiger Existenz erscheinen«. Darauf folgt das berühmte Gleichnis von dem mutterlosen, auf einer einsamen Insel erwachsenen Knaben, der, über die Entstehung des Embryo und dessen Hervorgang aus dem Mutterschoß belehrt, dieser Behauptung widerspricht, weil nach seiner Erfahrung, die sich auf die an dem bereits vollkommen entwickelten Menschen gemachten Wahrnehmungen gründet, der Mensch ohne Atmung, ohne Zuführung der Nahrung durch den Mund, ohne Ausscheidung der Exkremente u. s. w. nicht bestehen könne. »Aristoteles, so schließt Maimonides dann, unternimmt es, uns zu widersprechen, indem er gegen uns argumentiert von der Natur des bereits zu seinem endgültigen Zustand gelangten, vollkommenen und in Wirklichkeit existierenden Seins, während wir ihm zugestehen, daß es, nachdem es zu seinem endgültigen Zustand