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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 1 · p. Seite 18

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 1
Article
Über einige englische Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur
Date
1918-01-01
Page
Seite 18 (sequence 3)
Language
German
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18 Über einige englische Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts donnet hätte das «Buch der Gesetze«, dessen arabischen Text, wie er selber angibt, Moise Bloch im Jahre 1888 veröffentlicht hat und das in der hebräischen Übersetzung des Mose IbnTibbon in zahlreichen Ausgaben und sogar auch in einer englischen Übersetzung (Edihburg 1849) vorliegt, nur einmal aufzuschlagen oder sich in einem der Handbücher der jüdischen Literatur zu unterrichten brauchen, um sich davon zu überzeugen, daß das »Buch der Gesetze« dem Autor unserer Abhandlung unmöglich als Quelle gedient haben könne. Denn dieses Buch hat bekanntlich mit Philosophie nichts zu tun, sondern besteht aus einer Aufzählung der 613 Ge- und Verbote, die nach talmudischer Überlieferung in der Schrift verordnet werden oder sich aus der Schrift ableiten lassen. Und warum hat Herr Mandonnet nicht den Versuch gemacht, das »berühmte Werk« des Maimonides, den More Nebouchim, nachzuschlagen, das ihm, dem französisch schreibenden Professor an der Freiburger (Schweiz) Universität, ja in der französischen Übersetzung Salomon Munk’s zugänglich war, um zu sehen, ob die zitierten Stellen nicht doch aus diesem Werke geschöpft seien. Er hätte sie dort sämtlich wiedergefunden und sich dabei vielleicht auch erinnert, daß mehrere dieser Stellen auch von Albertus Magnus und Thomas von Aquino angeführt werden, die ja das »Buch der Gesetze« nicht gekannt haben1). Da nun der auf eine Benutzung des »Buches der Gesetze« gestützte Einwand sich als hinfällig erwiesen hat, so liegt kein Grund vor, die Vermutung abzulehnen, daß unsere Abhandlung aus dem Kreise der englischen Theologen hervorgegangen sei. Was den dem Buche des Maimonides beige!egten Titel: De Expositione Legum betrifft, so hat schon Isaac Husik, der unserer Abhandlung eine eingehende Studie gewidmet hat2), auf Grund x) Auch meine Schrift über Thomas von A. und mein Buch über die Scholastik, die er beide zitiert (S. XIX n. 9 u. 10), hätten ihn über den wahren Sachverhalt aufklären können. 2) An anonymus mediaeval christial critic of Maimonides in der Jevvish Quarterly Review, New Series II (S. 159—190).

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