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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1918-01-01 · Heft 1 · p. Seite 17

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
62 (1918)
Issue
Heft 1
Article
Über einige englische Scholastiker des dreizehnten Jahrhunderts in ihren Beziehungen zur jüdischen Literatur
Date
1918-01-01
Page
Seite 17 (sequence 2)
Language
German
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Üb. ein. engl. Scholastiker d. dreiz. Jahrh. i. ihr. Bez. z. jüd. Lit. 17 Angriffen mit aller Entschiedenheit für seinen Lehrer eingetreten. Und wenn er auch später, um die ihm vorenthaitene Promotion zum Magister der Theologie zu erlangen, die bisher von ihm vertretenen Lehren widerrufen hat1), so ist doch kaum anzunehmen, daß er selbst nach diesem Widerrufe soweit gegangen sein sollte, Lehren, denen Thomas seine Zustimmung erteilt hatte, und die auf dessen theologisches System einen tiefgehenden Einfluß ausübten, geradezu als Irrtümer oder Häresieen zu brandmarken. Mandonnet ist dieses Argument entgangen, weil er mit den Lehren des Maimonides sowenig vertraut ist, wie man es von einem Gelehrten, der sich mit der Philosophie des Mittelalters beschäftigt, kaum für möglich halten sollte. In unserer Abhandlung, deren zwölftes Kapitel »De collectione errorum Rabbi Moysis« überschrieben, dem Maimonides gewidmet ist, werden nämlich für die unserem Denker zugeschriebenen Lehren durchweg' Steilen aus dem Liber De Expositione Legum zitiert. Daraufhin behauptet Mandonnet, daß diese Zitate nicht aus dem »Führer der Verirrten« des Maimonides, sondern aus einem anderen Buche dieses Autors, aus dem »Buch der Gesetze« (rmson “löD) geschöpft seien2). Das steht ihm so unzweifelhaft fest, daß er, darauf allein gestützt, sich dafür entscheidet, daß unsere Abhandlung nicht, wofür sonst so manches spricht, in England von einem Angehörigen der dortigen Theologenschulen, sondern in Spanien verfaßt sei, weil der Verfasser nur dort in den Kreisen der des Arabischen und des Hebräischen kundigen Gelehrten die Bekanntschaft mit diesem Buche gemacht haben könne, das, wie er unter Berufung auf mein Buch über die Scholastik des dreizehnten Jahrhunderts in ihren Beziehungen zum Judentum und zur jüdischen Literatur bemerkt, von den anderen großen Scholastikern des 13. Jahrhunderts, wie von Albertus Magnus und Thomas von Aquino, niemals zitiert werde3). Aber Herr Man- Baumgartner a. a. O. S. 521. 2) Mandonnet a. a. O. S. XIX. 3) das. S. XIX und XXVIII. Monatsschrift, 62. Jahrgang. 2

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