Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 61 (1917)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Joseph Jonas Theomim-Fränkel, Rabbiner in Krakau (1742 - 1945), und seine Zeit
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 8)
- Language
- German
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58 Joseph Jonas Theomim-Fränkel, Rabbiner in Krakau. nium Nostrum regium . . accipimus. Nee non habita consideratione, quod externus in ditiones regni nostri venire intendat, ipsum ab onere omnium debitarum in synagoga cracoviensi, sive in omnibus aliis jsynagogis in palatinatibus cracoviensi et sandomiriensi . . a variis debitoribus eximimus, a quibusvis inscriptionibus . . obligationibus pro supradictis synagogis liberum et immunem facimus, salvis ejus debitis particularibus, si quae ipse pro se contraxerit . . . Damus autem et concedimus ei plenariam facultatem, Judaeos in palatinatibus cracoviensi et sandomiriensi adeitandi, judicandi, decreta in eos ferendi, in refragatores et inoboedientes paenas infligendi. In quocumque vero civitati vel oppido ex synagogis ad jurisdictionem rabbini terrestris pertinentibus habitationem sibi eligere debebit. ln cuius rei fidem etc etc1). ..« Aber auch dieses königliche. Ernennungsdrekret konnte den jungen, und, wie es scheint, über die ihm drohenden Gefahren wohl unterrichteten Mann nicht bewegen, nach Krakau zu kommen, obwohl man ihn dort bereits mit Ungeduld erwartete. Das Gemeindestatut verlangte nämlich, daß bei den Vorstandswahlen der Rabbiner anwesend sei und die Abgabe der Stimmen kontrolliere, und. diese Wahlen fanden alljährlich statt. Der Wojewode bestand darum mit Recht darauf, daß die Wahlen nur in An- Wesenheit des Rabbiners abgehalten werden und verschob sie bis zu seinem Amtsantritt. Nun war über die Gemeinde inzwischen ein neues Unheil hereingebrochen. Der Kampf der christlichen Bürger Krakaus um ihre Handelsrechte mit den Juden und um deren Unterdrückung brach im Jahre 1742 nach einer mehrjährigen Pause mit neuer Gewalt aus. Die kaufmännische Kongregation schrieb an den König und an den Senat flehentliche Briefe, in denen sie um gänzlichen Verbot des Judenhandels bat2). Bevor noch die Entscheidung hierüber aus Warschau angelangt war, ließ der ף A. a. O. 2) Die Akta des Handelsstreites im AIGK und im Stadtarchiv Fascike!: zydzi.