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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 1 · p. Seite 68

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1916-01-01
Page
Seite 68 (sequence 3)
Language
German
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68 Besprechungen und kurze Mitteilungen. In dein dritten Abschnitt über die Satzungen vom Sinai נהל״מס vermissen wir eine Literaturängabe. Bekanntlich findet sich eine Zusammenstellung auch in einem Gutachten in der Responseu- Sammlung חוות יאיר, ferner bei Schorr im //״החלוץ u. A. In diesem Abschnitt S. 42 erwähnt der Verfasser die merkwürdige Deutung zit dem Ausdrucke כדרבנות, welcher Kohelet 12,11 zur Kennzeichnung der *,Worte der Waisen« gebraucht wird und von der Agada im Sinne vom כדור בנות (Spielball der Mädchen) als Bild für die Erhaltung Und Fortpflanzung der Tradition vom Sinai genommen wird. Ebenso sieht ein Agadist in dem Spiel ball ein Bild für die Discussion der sich mit dem Studium der Thora beschäftigenden Gelehrten. Das Bild ist vielleicht gar nicht so auffällig, wie es auf den ersten Blick scheint und Bacher glaubt. Vielleicht war es in der Umgebung geläufig und hat dadurch zu jener Deutung Veranlassung gegeben. Es findet sich im genannten Sinne bei Plutarch1) gebraucht. Der fünfte Abschnitt handelt über die Schulen Hillels und Schammais. Unter den S. 58 aufgezählten Stellen, an welchen die Ansicht Hillels zuerst erwähnt wird, wird Sabbat 143a nicht erwähnt. Die Tradition war den Amoräern selbst fraglich, vgl. Beza 2a אנו אין לנר אלא ב״ש וכר. Unsere Mischnaausgaben geben die Vers. R. Nachmans wieder, während R. Chananel ס׳ העתים und andere ב״ה an erster Stelle haben. Um uns nicht in Einzelheiten zu verlieren, wollen wir bet den Abschnitten, welche von den nichtmischnischen tannaitischen Traditionssammlungen handeln, länger verweilen. Gerade die Angaben, die sich bezüglich dieser Sammlungen im Talmud erhalten haben, sind von besonderem Interesse. Daß den Baraitot nicht die gleiche Sorgfalt zugewendet wurde wie der recipierten Mischna, daß man mit dem Wortlaut derselben es nicht so genau nahm wie bei der Mischna, daß manche Baraitot im Umlauf waren, die nicht als zuverlässig galten, kann als bekannt vorausgesetzt werden. Aus der Äußerung R. S'eiras כל מתניתא דלא תניא בי ח חייא ובי חאושעיה משבשתא היא ולא תותבו טינה בי טדרשא• (Chu]1in141a)gehtdeut1ichhervor, 'י *) Vgl. Scripta moralia, ed Didot, 1, S. 95: Kai 7cE7ca6f«#a ToucXtfyouc üjcwre<p ijjicivtac r/ inpafpac £7t1806p1־£V01 ttpoc dXX^Xouc, xfci Tip xaT<££a1 *ai xataßa- XeTv fjiäXXov hü jjLa&cIv ti xäi BiSöf^ai ^aipoMTe;.

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