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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 1 · p. Seite 116

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 1
Article
[Rezension]
Date
1914-01-01
Page
Seite 116 (sequence 2)
Language
German
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116 Besprechung. mit den babylonischen Texten eigentümlich, anders, als man natürlicher« weise erwarten sollte. Man kann im ganzen annehmen, daß, je alter die Urkunden sind, desto leichter das mechanische Lesen ist. Das besagt selbstverständlich nichts über das Verstehen der Texte. Da unsere Texte schon aus recht alter Zeit stammen, werden sie also in dieser Hinsicht keine besonderen Schwierigkeiten bieten. Das zeigen auch die hier beigegebenen Photographien. Dieser Umstand kann nns aber nicht daran hindern, der Herausgeberin uneingeschränktes Lob zu erteilen für die geradezu meisterhafte Wiedergabe der Texte. Schon rein äußerlich gewähren sie einen ästhetischen Genuß. Man empfindet Freude an der klaren, deutlichen und gleichmäßigen Art der Wiedergabe. Ich habe mehrere Abschriften mit den Photographien verglichen und kann sie als vorzüglich bezeichnen. Um auf die Namenliste einzugehen, müßte ich einen bisher noch heiklen Pnnkt unserer sumerischen Studien besprechen, nämlich die Transskriptionsfrage. Doch das sind Dinge, bei denen ich für die meisten Leser dieser Zeitschrift wohl zu weit ausholen müßte. Es genügt hier zu vermerken, daß die Eigennamenliste, soweit ich gesehen habe, vollständig ist und allen berechtigten Anforderungen entspricht, ja, sie bringt sogar einige empfehlenswerte Neuerungen praktischer Art. In der Einleitung stellt die Herausgeberin Untersuchungen an über die verschiedene Art, in der in diesen Urkunden Zahlen wiedergegeben wer״ den. Die Begründung dieser Verschiedenheit scheint mir einleuchtend zu sein. Mit diesen Bemerkungen konnte ich eigentlich meine Anzeige schließen. Aber ich glaube, daß vielleicht noch eine paar Worte über den Inhalt dieser Urkunden am Platze sind. Man wird sich dann allein die Frage beantworten können: welchen Wert haben diese Urkunden, vom rein Sprachlichen abgesehen, etwa für Historiker und Alttesta* mentler? Natürlich kann alles hier nur ganz andeutungsweise geschehen. Als Beispiel von der Art der Texte will ich hier aber zuerst einen von den kleineren Texten No, 29, in Umschrift und Über- Setzung folgen lassen. Vorderseite I 12 lü §e—ba 60 qa 1 pa 120 qa §c—bi 3+60 qa gur—sag—gal Ne—sag 14 lü 60 qa 1 pa 120 qa §e—bi 4 gar Vorderseite I 12 Männer Zahlung 60 qa 1 Aufseher 120 qa Zahlung 3 Gur 60 qa Ne—sag 14 Männer 60 qa 1 Aufseher 120 qa Zahlung 4 Gar

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