Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 58 (1914)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1914-01-01
- Page
- 115 (sequence 1)
- Language
- German
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Besprechung. Hussey, Mary Inda, Sumerian tablets in the Harvard Semitic Museum• Part I chiefly from the reigns of Lugalanda and Urukagina of Lagash. Copied with introduction and Index of names of persons. (Harvard Semitic Series. Vol. III) Cambridge, U• S. A.; Leipzig, Hinrichs’sche Buchhandlung 1912, 36 S. 81 Plates. Das neue wissenschaftliche Unternehmen der Harvard Semitic Series hat sich mit dem vorliegenden dritten Bande — Band eins und zwei sind in Vorbereitung und sollen über die Ergebnisse der Ausgrabungen in Samaria berichten — aufs glücklichste eingeführt• Der vorliegende Band ist in der Hauptsache eine Textausgabe, der eine knappe, kurz orientierende Einleitung vorausgeht (S. 111—־). Es folgt eine kurze Beschreibung der Tafeln (S. 12—13), sodann die Liste der erwähnten Personen (S. 36)• Den Rest bilden die autographirten Tafeln und Photographien. Die Texte sind ihrem Alter und ihrem Inhalt nach in eine Reihe zu stellen mit den Urkunden, die uns z, B. Thureau-Dangin in dem Recueil de tablettes chaldeennes (1903) vorgeiegt hat. Die mei» sten von ihnen erwähnen die Stadt Lagas, ideographisch §ir-pur־Ia geschrieben, die heutige Ruinenstätte Tello in der Nähe des alten Euphratbettes. Um die Wiederentdeckung dieses alten Kulturzentrums Südbabyloniens haben sich die Franzosen (de Sarzec) verdient ge״ macht. Auch die wissenschaftliche Verarbeitung der dabei gefundenen Texte lag und liegt zum nicht geringen Teil in ihren Händen, Es sind aber aus Tello herrührende Funde an Tontafeln, darunter ganz bedeutende Sammlungen, auch in den Handel gekommen, so nach Berlin (Vorderasiatisches Museum, veröffentlicht von Reisner, 1901). Auch die hier vorliegenden Tafeln kamen durch Händler als Geschenk des Mäcens Jacob H. Schiff, der auch die Kosten der vorliegenden Veröffentlichung trägt, an das Semitic Museum der Harvard-Universität. Das vorliegende Werk ist, wie schon erwähnt, in der Haupt• sache eine Textausgabe ohne Bearbeitung oder Übersetzung. Es ist auch nicht zu ersehen, ob die Herausgeberin eine solche für später beabsichtigt, und so hat der Rezensent eigentlich ein Urteil nur darüber abzugeben, wie diese Aufgabe gelöst worden ist. Nun verhält es sich 8*