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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 1 · p. Seite 41

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 1
Article
Eine unbekannte jüdische Sekte
Date
1914-01-01
Page
Seite 41 (sequence 26)
Language
German
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Eine unbekannte jüdische Sekte. 41 Mischna, ist das Verhältnis der nicht-pentateuchischen Zitate zu den pentateuchischen etwa wie sechszehn zu dreizehn1), während in der etwa gleichzeitig mit ihr abgefaßten Mechilta, die mehr Haggada als Halacha enthält, die nicht-pentateuchischen Zitate bedeutend zahlreicher sind, als die pentateuchischen2 3). ln den ausschließlich haggadischen Midraschim ist das Verhältnis der beiden Klassen von Zitaten zu einander gerade umgekehrt, z. B. in der Pesikta r. und im Tanna debe Eliahu r.8) kommen auf etwa drei nicht-pentateuchische Zitate ein pentateuchisches. Unsere Schrift, die mehr Haggada als Halacha und beinahe gar nichts von halachischem Midrasch enthält, zitiert natürlich häufiger die nicht-pentateuchischen Bücher; es folgt daraus aber ebensowenig eine Bevorzugung der Propheten vor dem Pentateuch im Gegensatz zur Ansicht der Mischna, wie etwa aus der häufigen Zitierung der Propheten in der Mechilta auf einen der Mischna entgegengesetzten Standpunkt in dieser Frage zu schließen wäre. Ob unsere Schrift mit den Rabbinen die Propheten und Hagiographen als Gesetzesquelle gelten läßt, ist fraglich4 * * *); sicher aber ist es, daß die Wertschätzung der Propheten in der rabbinischen Literatur keine geringere ist, als die in unserer Schrift. Sehr problematisch ist auch die Behauptung, daß der Kanon unserer Sekte manche Pseudepigraphen, wie das Testament Levis8), die Worte Jeremias an Baruch und ') Vgl. das Register in Zuckermandels Ausgabe. ־) Vgl. Friedmanns Verzeichnis am Ende seiner Mecliiltaaasgabe. 3) Vgl. die Verzeichnisse der biblischen Zitate in Friedmanns Ausgabe dieser Midraschim. *) Vgl. oben S. 32. *) Aus einer solchen Schrift wird 4, 15 ein Zitat gegeben, das aber weder im griechischen noch im aramäischen Texte des uns erfaaitenen Test. Levis sich findet, so daß es höchst zweifelhaft ist, ob unsere Schrift überhaupt das Test, der XII Patriarchen gekannt hat. Es scheint vielmehr, daß dieses Pseudepigraph in der jetzt vorlie-

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