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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 1 · p. Seite 32

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 1
Article
Eine unbekannte jüdische Sekte
Date
1914-01-01
Page
Seite 32 (sequence 17)
Language
German
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32 Eine unbekannte jüdische Sekte. an euren Schwiegertöchtern, daß sie Ehebruch treiben.« Menachot XIII, 10: Priester, die im Onias-Tempel tungierten, können nicht den Dienst im Tempel zu Jerusalem versehen, denn so heißt es — II Könige XXIII, 9: Doch opferten die Priester der Höhen nicht auf dem Altar Gottes zu Jerusalem. Jadajim IV, 4: Juda, ein ammonitischer Proselyt, fragte im Lehrhaus — zu Jabneh, — ob es ihm gestattet sei, eine Jüdin zu ehelichen. Rabban Gamliel sprach: Dies ist dir verboten, denn die Schrift — Deut. XXIII, 4 — sagt: Nicht komme ein Ammonite oder Moabite in die Gemeinde des Herrn. Da sprach R. Josua: Gibt es etwa noch heute Ammoniter und Moabiter? hat doch Sancherib, der König Assyriens, die Nationen untereinander vermischt, wie es heißt — Jes. X, 13: »Und ich verrücke die Grenzen der Völker.« Wie aus der Mischna, so ließen sich aus den andern tannaitischen Sammlungen, wie aus der Tosefta und den halachischen Midraschim viele Belege für Halachot beibringen, die aus den nicht pentateuchischen Büchern deduziert sind; aber die gegebenen Beispiele werden wohl genügen. Ob unsere Schrift genau denselben Standpunkt wie die Rabbinen in dieser Frage einnimmt, ist fraglich. Aber eins ist sicher: eine höhere Verwertung der nichtpentateuchischen Schriften für die Halacha findet sich in ihr nicht. Die Hinweise auf die Prophetenworte im gesetzlichen Teile unserer Schrift, haben alle den Charakter einer Anlehnung, אסמכתא, wie schon bemerkt worden ist. Freilich ist die Halacha unserer Schrift wesentlich Tradition und nicht Midrasch, sodaß es weiter nichts Auffälliges hat, wenn die Propheten nicht zur Eruierung der Halacha herangezogen werden. Jedoch sei auf folgende zwei Punkte hingewiesen, die wohl darauf hindeuten, daß die Rabbinen in der Verwendung der Propheten für die Halacha viel weiter gingen als unsere Schrift. Das Verbot des Tragens am Sabbath wird von dieser — 11, 7 —

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