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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 1 · p. Seite 31

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 1
Article
Eine unbekannte jüdische Sekte
Date
1914-01-01
Page
Seite 31 (sequence 16)
Language
German
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Eine unbekannte jüdische Sekte. 31 Schabb. V, 9. Es sagte R. Akiba: woher wissen wir, daß ein Götze denjenigen, der ihn trägt, verunreinigt? Weil es — Jes. XXX, 22 — heißt: Und ihr werdet darin . . . Schnitzbilder und . . . Gußbilder verunreinigen; du wirst sie entfernen wie eine Menstruierende, דוה. Wie nun eine Menstruierende den verunreinigt, der sie trägt, so auch das Götzenbild. Schek. 1, 5 anonyme Mischna: Heiden und Samaritaner, die den halben Schekel für den Tempel beisteuern wollen, werden zurückgewiesen, denn so heißt es ausdrücklich in Esra — 2, 8 — »Nicht geziemt es euch — den Feinden Judas und Benjamins — mit uns unserem Gotte ein Haus zu bauen.« Gittin IV, 5; Edujjot I, 13 die Schule Schammais: Wenn jemand halb Sklave und halb frei ist* 1), so kann er keine Sklavin heiraten, da er ja zur Hälfte frei ist, aber er kann auch nicht eine Freie heiraten, da er ja zur Hälfte Sklave ist. Nun ist die Welt erschaffen, damit die Menschen sich vermehren und fortpflanzen, denn so heißt es Jes. XLV, 18: »Nicht als eine Öde hat er sie geschaffen; sondern um bewohnt zu werden, hat er sie gebildet«. Daher wird der Meister dieses Halb- Sklaven gezwungen, ihn frei zu geben, jedoch so, daß er für dessen Wert einen Gutschein erhält. Sota IX, 9: Rabban Jochanan ben Sakkai abrogierte die Zeremonie des Eiferwassers, als die Unzucht zunahm, auf Grund der Prophetenworte — Hosea IV, 14: — »Ich werde es an euern Töchtern nicht heimsuchen, daß sie unzüchtig sind, und jedoch bemerkt, daß Maitnonides den Ausdruck מדבר ברותיק für die Hagiographen nicht geprägt hat, da schon R. Menachem b. Salomon in seinem Bibelkommentar שכל טוב, S. 321, ihn gebraucht. l) Solche Halbsklaven werden häufig in der talmudischen Literatur erwähnt. Der gemeinschaftliche Besitz eines Sklaven seitens mehrerer Personen war sicherlich etwas ganz Gewöhnliches, und sobald einer der Besitzer den ihm gehörenden Teil des Sklaven frei gab, so wurde dieser teilweise ein Freier. Holzmann, Tosephta Trakt. Berachot S. 73 zeigt seine UnVertrautheit mit den Realien, wenn er den Halbsklaven als eine Schöpfung rabbinischer Kasuistik ansieht.

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