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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 1 · p. Seite 71

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 1
Article
Jakob Polak, der Baal Chillukim in Krakau und seine Zeit
Date
1913-01-01
Page
Seite 71 (sequence 13)
Language
German
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Jakob Polak, der Baal Chiliukim in Krakau, und seine Zeit. 71 meisten von ihnen zogen direkt auf Krakau los, wo eine starke böhmische Judengetneinde bestand. König Sigismund von Polen nahm sich der Vertriebenen an, gewährte ihnen sammt ihrer Habe seinen königlichen Schutz und machte den böhmischen Staatskanzler S t er n b e r g für Hab und Gut der Juden verantwortlich (1517)1). Ein besonderes Schreiben erließ er zu Gunsten des Juden Samuel, des Sohnes Hessels aus Leitmeritz2). Im Jahre 1518 gestattete der König den böhmischen Juden nach Polen überzusiedeln und besondere Erlasse beziehen sich auf die Juden: Joseph aus Komotau und »Jakob und Lazarus aus Boehmen«3). An der Spitze der böhmischen Gemeinde am Kazimierz stand damals Abraham, der Böhme, oder Abraham, Judaeus Bohaemus; er stand in Handelsbeziehungen zum Könige von Böhmen und Ungarn, Ladislaus, wie auch zum KaiserMaximilian und war Hofbanquier der polnischen Könige Alexander und Sigismund I. Neben Abraham lernen wir einen zweiten Juden kennen, den Francfscus, oder Franczek vom Kazimierz. Schon der Name »Franczek« zeugt von seiner böhmischen Herkunft. Im Synagogenleben hieß er Efraim. Er war der Sohn der Rasska, Mosis Witwe, oder Mojzeszowa, die wir unter den im Jahre 1495 eingesperrten Juden kennen gelernt haben4). Rasska oder Rachel (Rachle), eine der reichsten Frauen der Gemeinde, war die Frau des berühmten Moses Fis che 1, des königlichen Steuerpächters. Die Fischeis kamen aus Deutschland, oder aus 1J Bersohn, Dyplomataryusz Nr. 451. s) Das. Nr. 455. *) Rußko-Jewr-Archiv [== RJA.] 111. 109. 4) Krak. Stadtarchiv. Consularia Casimirieasia aus den J. 1481 bis 1508. J. 1505 pg. 501—502 »veniens honesta Rachel Raszka Mojzeszowa, Hebrea cum Franciszco filio suo legitimo etc. . .«

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