Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die karäische Familie Firuz
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 55 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829851-2829853-2847231--40147-2847310- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die karäische Familie Firuz. 55 35;אבן פירוז אבן עבד אלכרים מירח אן (אכן .1) אבו אלפרג. Farag Allah b. Müsa. Auch diesen identifiziere ich mit einem der bei Pinsker das. erwähnten zwei Brüder אלאכוין פרג א ואצור, הארון פירוז (d, h. א6לה), also war auch er ein Mitglied der Familie F. Sein Bruder würde danach geheißen haben 38. Aron b. Mose F., und in der Tat finden wir einen solchen als Besitzer von ms. Br. Mus. 250 (Stücke aus Kirkisänis Komm, zu Genesis etc.). Schwerlich identisch mit ihm ist 37. Aron F. 1מן בני משנה), der bei dem Verkauf von dem bereits erwähnten ms. Berl. 201 (Samuel al־Magribis Murshid) mit dem Datum Dienstag 30. Marcheschwan 403 (Nov. 1642) genannt wird. Endlich dürfte noch zur Familie Daniels gehören 38. Elia b. Ch es edel b. Mose F., der im Jahre 1654 für Elia Kohen b. Jedidja in Damaskus einen Diwan (ms. Firlc. 805) kopiert hat (Steinschneider, Monatsschrift 1882, 327). Ich schließe das aus dem Namen Chesedel, der, wie gesagt, sehr selten ist und den wir oben als einen Sohn Daniels kennen gelernt haben2). *) Was bedeutet eigentlich;בני משנן־־ |D? doch nicht etwa, daß er von Rabbaniten abstammte? Sollte es nicht einfach ,מן בני משד heißen? s) Ich kenne diesen Namen nur noch bei Samuel b. Mose b. Chesedel, genannt Ibn Sani (s. REJ. LI, 155), und bei einem kar. liturgisehen Dichter Chesedel, resp. Chesedel ha-Kohen (der deshalb mit einem der unsrigen nicht identisch sein kann). Seine Selichot und sonstigen Pijjutim sind enthalten in ms. Br. Mus. 724, 17; 725, 5; 728 24. 83. 108. 149 u. 729, V, 9; in ms. Bodl. 2507, 88; in ms. Berl. 193 A m\ 17. 32 nnd in ms. Petersb. 806 (s. Neubauer 149). Eine Pentateuch- Handschrift, geschrieben für die Karäer in Jerusalem, soll ihnen von dem Fürsten Chesedel b. Salomo am Freitag, den 23. Adar 1181 contr. (März 869) gewidmet worden sein (Harkavy, Altjüd. Denkmäler 244). Das betreffende Kolophon scheint mir aber gefälscht zu sein, denn erstens würde sich aus ihm ergeben, daß der dort erwähnte, wohlbekannte Masoret R. Pinchas ein Karäer gewesen sei, und zweitens existierten in der zweiten Hälfte des IX. Jahrh. kaum schon Karäer in Jerusalem (s. meine demnächst erscheinende Abhandlung in Luncz’s ירושליפ, Bd. X).