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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 1 · p. Seite 41

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 1
Article
Die ältesten Nachrichten über die Juden in Halle
Date
1913-01-01
Page
Seite 41 (sequence 10)
Language
German
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Die ältesten Nachrichten über die Juden in Halle. 4fc dem Sole bei Efra’im b. Jakob und bei Isaak Or Sarua unser Halle gemeint sein1). Das hebräische Sole ist jedoch, nichts andres als eine abweichende Transkriptionsform für das deutsche Saale, das sich aus dem ältern Sala entwickelt hat Das heißt, die Stadt Halle führte in älterer Zeit nach dem Flusse nicht nur den Namen Hai (Halle),, sondern auch den Namen Sale. Die Schreibweise Sole im Hebräischen erklärt sich durch die süddeutsche Aussprache,, wo das gedehnte a in der Richtung nach o ausgesprochen wird. Eine solche Art der Transkription finden wir auch, bei anderen deutschen, hebräisch geschriebenen Namen2). Hat Halle nach dem Fluß noch den zweiten Namen Saale geführt, so muß dieser zweite Name, ebenso wie der Name, des Flusses, in älterer Zeit Sala gelautet haben. Dann ist es wahrscheinlich, daß auch die Stadt Sala bei Salomo b. Simeon keine andere als Halle ist Haben wir die Gleichbedeutung des hebräischen Sala. oder Sole mit Halle festgestelit, so erweitert sich uns durch die hebräischen Quellen der Ausblick in der Geschichte der Juden in Halle um fast ein Jahrhundert weiter zurück, als ihn uns die lateinischen Quellen bieten. Wir sehen, daß Halle schon 1096 eine größere jüdische Niederlassung beherbergt hat, deren Bekehrung die fromme Wut der Kreuz״ fahrer anstrebte. Der Fürst, der^den Juden Hilfe sandte, war wahrscheinlich der Erzbischof von Magdeburg, dessen Hoheit Halle unterstand3), und der wahrscheinlich schon damals die Gerichtsbarkeit über die Juden besaß. Die Stadt, wohin die geretteten Juden geleitet wurden, dürfte Merseburg gewesen sein, das unweit Halle, am anderen Ufer der Saale liegt. l) Gross, Gallia Judaica, S. 435, f, *) So בומבערק, בומבירק, בונבעוען, בונבירק für Bamberg (Mordecliai, ed. Riva, fol. 8 b, Nr. 318, 327 u. 330, fol. 53 b, Nr. 358, fol. 92 c, Nr. 1259), שכזרושפורק, שצרוסבורג für Straßburg (Salfeld, Mar״ tyrologium, S. 69 ob. u. 78 ob.) *} Hertzberg I, S. 31, f.

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