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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 1 · p. Seite 85

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1912-01-01
Page
Seite 85 (sequence 6)
Language
German
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Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäiscen Zeitalter. 85 dortigen Bewohnern, mit Anwendung eines Midraschwortes als »voll von Thora und Pflichterfüllung, wie ein Granatapfel von Kernen«1 * 3). Eine besondere Bedeutung hatte auch schon der um die Mitte des neunten Jahrhunderts aus Lucena nach Babylonien gekommene Eleasar ben Samuel, mit dem ehrenden Beinamen eines Alluf, der den Geonim über Münzen und Realien, soweit sie europäische Länder betrafen und sogar auch über Anans Gesetzbuch wertvolle Auskünfte gab, mit ihnen mannichfach korrespondierte, und von dem sie auch selbst Bescheide bringen8). Aber nicht nur in dem ständig unter arabischer Herrschaft und somit ausschließlich unter dem, dem Judentum förderlichen islamitischen Einflüsse stehenden südlichen Spanien, sondern auch in dem nordöstlichen mehr nach Südfrankreich neigenden Catalonien mit seiner Hauptstadt Barcelona, hat in der Mitte des neunten Jahrhunderts das Talmudstudium eifrige Pflege gefunden, wie wir aus einigen bekannten Responsen des Gaon Amram von Sura (856) ersehen8), ln einem derselben wird den Gelehrten der genannten Stadt großes Lob gespendet4 * * *): eine in Verspanischen Juden, selbst dieser, welche dem Studium des Gesetzes nicht ferne standen, schließen will, da hier doch nur einer Verwun* derung Ausdruck verliehen wird. Auch kann keineswegs, wie Müller a. a. O. meint, das Responsum von Zemach, ebendort Nr. 83, S. 20 a, mit dem obigen in Verbindung stehen, zumal, wie auch Müller dort Anm. 1, bemerkt, von einer den Karäern nahestehenden Ansicht gesprechen wird, die aber damals in Spanien noch nicht heimisch waren. ») Vgl. Siddur, S. 5b, Z. 15—16. ־) Über Eleasar Alluf hat alles Notwendige zusammengestellt Poznariski in Hakedem II, S. 98—99. 3) Vgl. die Gutachtensammlung, ed. Lyck, No. 56—57. Halevy’s Ausführungen a. a. O., S. 131 betreffs des frühen Studiums des leruschalmi in Barcelona, nach No. 53 dieser Sammlung, erledigen sich durch den Nachweis von Ginzberg, Geonica I, S. 77, Anm. 2, daß dieses Responsum von Ha! herrührt. *) Vgl. Eingang d. No. 56 (S. 21a): .. .לבל רבנן ותלמידיהון יקרים ונכבדים ואהובים לפנינו.

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