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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 1 · p. Seite 20

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 1
Article
Ludwig Philippson
Date
1912-01-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
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20 Ludwig Philipps on. Standpunkt... sie berichtet bloß von den verschiedenen herrschenden Richtungen... sie bereichert nicht die Wissenschaft und fördert sie nicht, sie zeigt bloß an, wenn ein Gebiet jüdischer Wissenschaft neu angebaut worden ist, deshalb sollten auch die Ansprüche Wegfällen, daß sie Grundlagen gelegt udgl. Der zweite Wunsch besteht darin, daß sie sich ihren Kreis in den Nachrichten fest abgrenze. Nach dem gegenwärtigen Standpunkte ist., das eigentlich Konfessionelle der Angelpunkt des Interesses.. Diesem folgt die Aufmerksamkeit auf die bürgerliche Stellungim Staate., das Gewerbsleben und allgemeine Schuleinrichtungen sprechen dann das Interesse an. Die Gegenstände, welche in diesen Kreis fallen, betreffen allgemeine Verhältnisse., aber alles, was bloß den einzelnen Juden als Menschen betrifft... darf hier keine Aufnahme finden. Daß z. B. Meyerbeer und Halövy und so viele andere in der Komposition Großes leisten, dazu befähigt sie, noch verhindert daran ihre Stellung als Juden... Rachels Kunstgewandtheit... Rothschilds Finanzmacht udgl. gehen nicht aus der besonderen Gestaltung allgemeiner jüdischer Verhältnisse hervor und wirken nicht auf sie zurück... Das macht die ganze Stellung der Zeitung zu einen schiefen... Eng damit zusammenhängend ist ferner . der. Anspruch, daß sie in der Mitteilung der literarischen Er- Zeugnisse vollständiger sei, jedoch bloß kurze Anzeigen darüber liefern (lies: liefere); hingegenkönnten die eigenen Erzeugnisse der Belletristik und Homiletik ganz Wegfällen1). — Ich wünsche der Zeitung weniger Ängstlichkeit... sie hat auch das gegenwärtig sich Regende auszudrücken, und da darf sie auch wieder nicht mit dem streng konservativen Teile der Gegenwart kokettieren und sich dadurch um so weniger verleiten lassen von minder konservativen Bestrebungen und Person- 1) Im Eifer verwechselt G., wie auch oben S. 19, die Zeitung und den Herausgeber, je nachdem es ihm paßt.

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