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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 1 · p. Seite 116

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 1
Article
Erwiderungen [Nachricht] / Jampel, Siegmund
Date
1911-01-01
Page
Seite 116 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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116 Erwiderungen. gefunden zu haben ist das Verdienst des Göttinger Gelehrten B. Jacobe der* in seinem Bliche »Der Pentateuch« in überraschender Weise ge• zeigt hat, wie usw. (»Die Zeitrechnung der biblischen Urgeschichte« in der »Refprmation« 190S p. 66 ff.)• Ebenso unverständlich ist mir der Ausdruck des Herrn Jampel, wenn er sich auf meine Behandlung der Genealogien und Volks- Zahlungen beziehen soll. Daß auch diese von einem künstlichen System getragen werden, ist gleichfalls oft und längst von mir behauptet worden. Meinungsverschiedenheit herrscht wiederum nur über die Art und Ausarbeitung des Systems. So ist z. B. längst beobachtet und für künstliche Konstruktion erklärt worden, daß in den Genealogien die schematische Zahl 12 herrscht, daß von den vier Frauen Jakobs die Herrinnen doppelt so viel Söhne und doppelt so viel Nachkommen als die Mägde haben (8: 4, 32: 16, 14: 7). Schon vor vierzig Jahren hat Nöldeke anschaulich gemacht, wie die in jedem Betracht unmöglichen 600.000 Israeliten der beiden Zählungen des Buches Numeri auf die zwölf Stämme künstlich so verteilt sind, daß jedesmal sechs Stämme über und sechs Stämme unter 50.000 erhalten. Auch hier ist an meinen Untersuchungen nicht die »Methode« neu, d. das prinzipielle Verhältnis zu der angeblichen Geschichtlichkeit der Zahlen und die Annahme Irgendeines künstlichen Systems, sondern die Art und Vollständigkeit der Lösung. Daher schreibe ich S. 98: »daß diese Zählen unhistorisch sind, wird selbst die entschlossenste Apologetik nicht leugnen können. Wenn es überhaupt etwas Unmögliebes im Pentateuch gibt, so sind es die sechsmalhund er!tausend erwachsenen Israeliten in der Steinwüste des Sinai, ungerechnet die Weiber und Kinder. Die Zahlen sind also erdacht. Das System, nach dem sie künstlich aufgestellt sind, ist aber noch nicht entdeckt, nur von NÖldeke ist eine glückliche und wichtige Beobachtung gemacht worden«. Aus den ebenangeführten Worten ersieht man auch, daß es eine Irreführung ist, wenn inan es so darstellt, als leugneten wir die Geschichtiichkeit wegen des nachgewiesenen Zahlensystems. Es ist mir und sicherlich auch meinen Vorgängern keineswegs die Erwägung fern geblieben, daß sich qft die überraschendsten Zablenvcihältnisse auch da ergeben, wo eine Absichtlichkeit ausgeschlossen ist. Ick selbst warne vor'Übereilung, indem ich S. 23 in den meiner Berechnung yo^äügeschickfen »Grundsätzen« sage: »eine größere Reihe, von Zahlen if®t iipm.br eine Menge von Kombinationen zu«. Das Verhältnis ist viblmeW dies, daß uns die Nichtgeschichtlichkeit im allgemeinen aus anderen Erwäguhgeh feststand, ja daß sie ’die Voraussetzung waf, ehe wir an |ie E?rechnung herangingen. Der Nachweis ihrer Künstlichkeit

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