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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 1 · p. Seite 73

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 1
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1911-01-01
Page
Seite 73 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. 73 Juda reizten. Nun entsetzte der Exilarch den Gaon seines Amtes, indem er ihn zugleich in den Bann tat, und den aus einer alten Geonimfamilie stammenden1), jedoch sehr jungen und unreifen Josef ben Jacob, mit dem Beinamen Bar Satia2), zum Leiter der Hochschule ernannte, während wiederum Saadja den Josia, genannt Hassan, einen Verwandten des David®), zum Exilarchen erwählte. Obwohl der Gaon die reichsten Männer Bagdad’s, darunter auch Isaak und Sahl, die Söhne des Netira, zu seinen Anhängern zählen konnte, gelang es dennoch seinen Gegnern, denen sich auch der auf ihn eifersüchtige Aaron Ibn Sargädo und Kohen Zedek von Pumbadita zugesellten, mit Hilfe der Regierung Saadja endgiltig des Gaonats zu entsetzen. Der Kampf, den diese Reibungen hervorriefen, hat leider viel Häßliches gezeitigt. Nur weniges ist uns von den diesen Streit betreffenden Schriften erhalten, aber auch dies genügt uns, einen Blick zu tun in die auf beiden Seiten herrschende Feindschaft, wobei aber,— der Wahrheit die Ehre, — anerkannt werden muß, daß das größere Maß von Gehässigkeit auf der Seite von Saadja’s Gegnern zu suchen ist. Wie wir aus einem durch einen Kafäer uns erhaltenen Fragment einer Schrift Aaron lbn Sargädo’s4) nun wissen, wurde von DavicPs Anhängern, oder von diesem selbst, es so dargestellt, als ob• •) So wird Josef in einem Pamphlet gegen Saadja — siehe weiter unten — bei Harkavy, Studien Tb. V, S. 228 Anm. 9 genannt, da er von Natronai ben Hilai abstammt. s) Diese Bezichnung ist sicher nur ein Beiname, wie aus Scherira bei Neubauer a. a. Ö. I, S. 40 Z. 5: דידיע בבר סגזיא" entsprechend der Wendung ebendort Z. 1 betreff Saadja ויריע בפיומי hervorgeht. s) Während die anderen Quellen diesen als Bruder des David nennen, — so auch bei Harkavy, a. a. Ö. S. 227, Z. 2 v. oben — bezeichnet ihn Scherira a. a. Ö, als חתן אחותי, also als Schwiegersohn seines Bruders. <) Es ist das zuletzt von Harkavy in Studien V, S. 225--235 veröffentlichte Fragment, das er dem Sab! ben Mäziiah zuschreibt, Vermutung, die umso eher an Wahrscheinlichkeit gewinnt, als

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