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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 1 · p. Seite 49

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 1
Article
Das Wasseropfer und die damit verbundenen Zeremonien
Date
1911-01-01
Page
Seite 49 (sequence 7)
Language
German
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Das Wasseropicr and die damit verbundenen Zeremonien. 49 Friede über Israel«. Die posaunenblasenden Priester stiegen in die Asarah und schritten so bis zum Ostto.re; dort wandten sie sich nach Westen und sprachen: Unsere Väter haben, wenn sie hier waren sich mit dem Rücken zum Hekal und mit dem Gesichte nach Osten gewandt der Sonne zu, wir aber »zu Jah sind unsere Augen gewandt«; oder: »Wir sind zu Jah, und zu Jah sind unsere Augen gerichtet« (Sukka 50 ab,Toseft. V). Hillel der Alte hat, als er an der Wasserschöpffreude teilnahm, gerufen: »Wenn ich da bin, sind alle da, wenn ich nicht da bin, wer ist da«? Und ferner sagte er: »Meine Füße trugen mich an den Ort, den ich liebe; kommst du in mein Haus, so komme ich auch in das deine, kommst du nicht in mein Haus, komme ich nicht in das deine«. Simon, Sohn Gamliels hat beim Freudenfeste des Wasserschöpfens fünf brennende Fackeln geworfen und aufgefangen, Lewi vor Rabbi acht Messer, Samuel vor dem König Sabur acht gefüllte Weinbecher, Abaji vor Raba acht Eier. R. Joma ben Chananja erzählt, daß das Freudenfest sie um den Schlaf brachte, denn ein Dienst reihte sich an den andern, so daß die Diensttuenden nur einer auf der Schulter des anderen ab und zu ein wenig schlummern konnten (Sukka 53 a). Ebensowenig wie das Wassergießen haben diese Festlichkeiten in der HS. eine Quelle oder Erklärung. Die Forscher alter und neuer Zeit bezeichnen sie als »alte Bräuche« (Jost, Geschichte I, 217). Graetz (III, 112) faßt das Wasseropfer richtig als »uralten Brauch« und schildert den bekannten Vorgang beim Wasseropfer folgendermaßen : »Als er (Alexander Jannai) einst am Hüttenfeste als Hoherpriester fungierte, sollte er einem uralten Brauch zufolge aus einer silbernen Schale Wasser, als Sinnbild der Fruchtbarkeit, auf den Altar gießen. Aber um diese von den Pharisäern geltend gemachte religiöse Sitte geflissentlich zu verhöhnen, goß er das Wasser zu seinen Füßen nieder. Mehr brauchte es nicht, um den Unwillen der 4 Monatsschrift. 65. Jahrgang:.

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