Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Christusmythe des Prof. A. Drews im Lichte der Wissenschaft
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
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Die CKristusinylHe dies Prof. Ä. DrewsTm Lichte Wissenschaft. 19 rßfet*1 177, ls »DäS mit göttlicher Kräft versehene (äk tarn) Sbhheriröß«; Häufig steht aktä in Verbindung mit dbr SÖÄäflttesi'gfceii. IVj 27, 5i »Darin trärik Ifidra das blanke Gefäß äus, den mit Milch Veirseherieii (g’o'bh'ir aktäm) fetten, lichten SdhiMtränk«; IX, 96; 22: »Sthon sind die geWältigeri StrÖririe däs Soma ergosSen) mit Milch verseheri (äk't Ö: gö'bh i S) gelängt er in die Gefäße«. A k tä hät niemals die Bedeutung »durch Salbung ge- Weiht«. Äutfi im Ältiridischeri Wird der König geweiht; aber diese Zeremonie besteht darin, daß der König mit Wässer besprengt wird. DäS technische Wort »zum Körrig weihen« heißt im Ältiridischeri äbhishic, dieses Wort bedeutet eigentlich »mit Wässer besprengen«. Däs Substantiv »die KÖriigsWeihe« läutet äbhisheka, das eigentlich »die Be- Sprengung mit Wasser« bedeutet. Somit haben wir nachgewieseh, daß äftiridisch aktä sich nicht mit dein hebräisehen Wort Mä sch iäc ft begrifflich deckt: Ferner bedeutet auch das Wort Harr, womit Agrii oft verbunden ist, nicht, »den mit Fett Und Öl hervorgebrächten Lichtgiäriz«. Ha'ri ist irii’Rigvedä ein gewöhnliches Beiwort des Feuers, der Sonne, des Blitzes und des Somagetränkes und bedeutet, ,feuerfarbig, goldgelb, glänzend‘; schließlich werden auch die göttlichen Rosse mit Hari bezeichnet1). Die vergleichende Sprachwissenschaft lehrt nun, daß dieses Wort urverwandt ist mit altpersisch Zäray ,goldfarben, gelb*, 11t. 2älas ,rot‘, lat. helvus, ältsächs. ge 1 0, ältengl. geolo, dtsch gelb. Dagegen ist griechisch Ghäris abgeleitet von dem Verb. altind. haryäti ,gern haben,‘ ahd. ger ,begehrend‘, dtsch. gern. Weder aitihdisch Häri noch griechisch Chätis darf demnach mit' griechisch chrio (xpte>)' zusäriimengestellt werden. Jetzt erst wird der Leser imstande sein, die Worte Drews, die er in seinem Vorwort (S. VIII) sagt, richtig zu bewerten: >>Wer sich irii Gebiete det Wissenschaft umge- *} Vgl. H. Grassmann: Wörterbuch z. Rigveda S. 1648—1649 2*