Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Christusmythe des Prof. A. Drews im Lichte der Wissenschaft
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
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l'S Die Christusmythe des Prof; A. Drews< im Lichte d. Wissenschaft. {11 Köm. 19, 15) und! Gyrus, (Jes. 45, 1) erscheinen als »gesalbt«; Gemäß der altbiblischen Zukunftshoffnung wird Israel, einst sittlich geläutert inmitten der Welt dastehen. Die; ganze; Welt wird am׳ Ende der Zeiten unter dem Szepter eines mächtigen! und weisen. M ä s c h i a c h, eines Könige aus Davids Geschlecht, zu einem Gottesreiche vereinigt sein; Der Mäsehiach hat also in dieser Auffassung die Bedeutung eines; Weltenkönigs erlangt Dagegen kommt im Altindischen nicht die Anschauung vor, daß Ägn i durch »Salbung« bei seiner Geburt göttlich geweiht worden wäre; Agni personifiziert das Feuer. Der Götterbote Mätaricvan hatte es; zuerst vom Himmel her den Menschen! gebracht. Agni und Indra gelten als die Zwillingsbrüder von demselben־ Vater P raj äp ati (Rigveda VI, 5% 2). In der Gestalt des Blitzes, der durch die Wasserwölken fährt, wird Agni auch als der »Sohn der Gewässer* (Ä p: äh n;a p a t) gefeiert-. Da das .Feuer-, zu den wichtigsten Bestandteilen eines Opfers gehört, so spielt Agni beim OpferzeremönielL eine sehr hohe! Rolle. Durch das Reib:en zweier, Hölzer wird er beim Opfer jeden Tag nach der Väter Weise von alters her auf dem Altäre erzeugt. Daher heißt er! auch der »jüngste« (y aviätha) Gott; er bleibt ewig jung, weil er immer wieder erzeugt wird. Ebenso wie den änderen Göttern werden auch ihm Soma und flüssige Butter als Libation dargebracht. Agni ist zugleich Erzeuger, Herr und Priester des Opfers, welches er als begeisterter Räi den Göttern übermittelt. Daher ist er der Freund! der Menschen und- Götter; Das Wort akta, das mit; Agni zuweilen in Beziehung steht, hat nicht die, von Drews angegebene. Bedeutung. Ich will hier mehrere Beispiele aus dem Rigveda für akt a anführen : In VI, 4, 6 ist Agni »akta9.?o!cishay »mit. Glanz verselieu«; in VI, 5, 6 heißt Agni dy ubh:i r ak tas »er: ist-, mit Licht verse h e־n<. 1,. 62;; 8 charakterisiert ak ta. die Morgenröte: »Die mit schwätzen: und lichten Farben versehene (a kta); Morgen-