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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 1 · p. Seite 74

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 1
Article
Mose b. Chisdai und Mose Taku
Date
1910-01-01
Page
Seite 74 (sequence 5)
Language
German
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74 Mose b. Ghisdai und Mose Taku, »Synagogalen Poesie« in Polen leben läßt, behauptet allerdings 1859 in seinem Ritus, daß er aus Tachau stamme und daß unter Polen bei Nachmanides Böhmen zu verstehen sei1). Dieser Ansicht schließen sich an Groß, S. Kohn, Kaufmann und Wellesz, auch Carmoly und Steinschneider bestreiten nicht diese Möglichkeit2 * * * * * 8). Als Beweis wird eine Stelle bei Israel aus Brünn angeführt, wo dieser ausdrücklich sägt, daß Mose b♦ Chisdai und Mose Taku identisch wären.9) Daß aber unter Taku Tachau in Böhmen zu verstehen sei, wird aus einer andern Stelle in denselben Respönsen geschlossen. Doch die Stelle beweist gerade das Gegenteil. Es handelt sich da nämlich um folgenden Fall Ein gewisser David behauptet, daß das von ihm in Prag bewohnte Haus sein Eigentum wäre, daß es sein Vater Ascher vor 25 Jahren von einem gewissen Sabbatai käuflich erworben, und dieser es von seinem Schwiegervater Butpus in Jerusalem als Geschenk erhalten hätte. Juda in קא&, der Enkel des Butpus, bestreitet das und beansprucht das Haus als seinen Erbteil für sich. Nun fragte es sich, ob es Juda nicht etwa durch Kriegs- Unruhen während der 25 Jahre unmöglich gemacht worden sei, von Thüringen aus gegen die Besitzergreifung des Hauses in Prag zu protestieren. R. Perez weist Judas Ansprüche zurück. Da der Hussitenkrieg zu Ende gewesen sei, so verkehrten öfter Kaufieute ungestört auf der Handelsstraße einen deutschen Rabbiner. Nach Groß (Gellia Judaica S. 440) wäre der in Schilte ha״Gibborim z. Mordechai, ed. Preßburg, Berach. VII, S. 53 a Abschn. 11, von Meir aus Rotenburg angeführte רבעו משה מפוליין.■ vielleicht mit M. b. Ch. identisch. l) Zunz, Syn. Poesie S. 251 oben, Ritus S. 73, Atim. 9, LG. S. 315 unt. 8) Groß, GJ. S. 440, S. Kohn, Mordechai b. Hillel (MS, 1898 144, Sonderabdruck S. 142), D. Kaufmann (MS. 1882 S. 41ö}; Wellesz (ebd. 1904 S. 140), Carmoly (Orient, Literaturbl. 1850 S. 783, Arnn. 1), Steinschneider, Hebr. Bibliogr. 1860 S. 25/6. וכ״כ ר׳ משה בי חסידאי והוא הר, משה תקע בתוספותיו דפ״ק ף דנדליפ,: JB., ed. Stettin, Nr. 207 fol. 78a oben.

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