Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Israel, ein einziges Gebilde auf der Welt
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 10)
- Language
- German
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Israel, ein einziges Gebilde auf der Welt. 53 Satzes vom Hemd Mosis R. Eleasar b, R. Jose ist, derjenige, der die aus Jerusalem geraubten Tempelschätze in Rom gesehen hat1), darunter wohl auch die hohenpriesterlichen Gewänder, und so konnte er wohl konstatieren, daß die aharonidischen Priestergewänder die Purpurbordüre aufweisen, wovon nun der Ornat Mosis verschieden sein soll. Übrigens erinnert das schlichte Hemd Mosis wieder an den ungenähten Rock Jesu2). Ein Teil der hier behandelten Nachrichten von der Bordüre verdanken wir den rabbinischen Erörterungen des Kilajimgesetzes (T. Kilajim 5, 19 u. Parallelstellen). Daran wollen wir anschließen einen anderen derartigen Kleiderschmuck, der in derselben Beziehung erörtert wird. Gegen die Behauptung, Frauenbadewäsche rubriziere sich unter das Kilajimgebot, wirft man die Frage auf, ob es denn nicht einerlei sei, ob Männer- oder Frauenbadewäsche? Antwort: Man meint die אנטיטיה genannte Badewäsche3). Dieses bis jetzt nicht genügend identifizierte Wort4) erkläre ich jetzt als instita institae; so nannte man einen Besatz, eine in viele Falten gelegte Falbel an der Tunika der römischen Frauen. Diese ist keineswegs eine Art Schleppe, wie man auch annimmt, sondern eine feine Binde, die man noch unter dem Purpurstreifen annähte (tenuissimafasciola, quae r) b. Mei'ia 17 b, s. Tosafoth daselbst u. vgl. Graetz, Gesch. IV, 3. Aufl., S. 192. 2) Johann. 19, 23 »imgenähter Rock, von oben her im Ganzen gewebt«, wobei mau an das von Josephus, Ant. 3, 7 beschriebene Gewand des Hohepriesters erinnert. Einiges darüber s. E. Nestle, in Zeiischr. für die neutestamentliche Wissenschaft, 1902, III, 169, S. auch G. Klein, ib. 1904, V, 148. 3) j. Kilaim, 9, 3, 32a, z. 62 מהל בלוד״ נשים, ר בנין דק״סדין אמר׳ אנטיסזיה (so ed. Venedig, ed. Krof. אנשים). In j. Moed Katon 3, 2,82a Z. 35 fehlerhaft אנטינייא, auch ist dort der Passus nur aus Kilaim wiederholt. 4) Versuche s. in Lehnwörter II, 69f, »Badewesen«, S. 59.