Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Israel, ein einziges Gebilde auf der Welt
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 8)
- Language
- German
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Israel, ein einziges Gebilde auf der Welt. 51 Die von uns behauptete Bedeutung von חטיבה wird, wie gesagt, am wirksamsten unterstützt von dem in der Mechiltha in demselben Sinne gebrauchten ימרה«, welches doch etwas anderes als Saum, Bordüre, nicht bedeuten kann. עשאני אימרה ועשיתיו אימרה »er hat mich zur Bordüre gemacht, und ich habe ihn zur Bordüre gemacht«; d. h. er hat mir, ich habe ihm eine unvergleichliche Auszeichnung gegeben. Der Begriff »einzig« fehlt hier zwar in dem Hauptsatze, allein die darauf folgenden1) alternierenden Kompli״ mente zwischen Gott und Israel heben die Einzigartigkeit der Sache genug hervor; Israel spricht Deut. 6, 4, Gott spricht Deut. 33, 29; Israel spricht Deut. 4, 7, Gott spricht ebendaher (die andere Vershälfte); Israel spricht Ps. 89, 18, und Gott spricht Jes. 49, 3, an letztere Stellen תפארת, also deutlicher Hinweis auf das Prachtkleid, wie oben aus Esth. R. zu 3, 6. Aber auch abgesehen davon liegt ja in dem bloßen Worte איפרה clavus infolge der politischen Verhältnisse bereits der Begriff des Einzigen, des Aparten, des Ausgezeichneten. Das Sichtbarsein und der Dienst als Kennzeichen ist eine wesentliche Seite der Bordüre; darum finden wir einigemal אימדה מפורסמת, »sichtbarer Saum«2). Vom Geschlechte 17, 3; 68, 18; Pesikta R. c. 21, p. 104 b, Tanch., Buber, 14 § יתרו, Exod. R. 29, 2. Gute Belege bei J. Fürst, Gloss. Gr.־Hebr. S. 116; s. auch meine Lehnwörter II s. v. 4 טבלא und אפטרטיגום II. 9 Dazwischen freilich שבחו של הקב״ה etc., als ob ,= אימרד אבירה Lob wäre, aber in Wirklichkeit ist das nicht Paraphrase zu אימרה, sondern eine Ausführung des Gedankens, daß auch im Lobpreisen Gottes Israel mehr tut als die heidnischen Völker. J) T.KUajim 5,19 p. 80 z. 22 אימרא המפורסמת; j. ib. 9, 2, 32 a Z. 19 פשתן שצבעה בחרת (so lies mit R. §im§o'n u. ed. Zit., während in ed Ven. falsch חרם, ed. Krot. חרם), Flachs, den er mit Vitriol gefärbt hat soll er nicht verwenden zu einem sichtbaren [W011]kleidsaum, wohl aber kann er ihn verwenden zu Kissen und Polster; in T. ib. 24, S. 80 z. 29 חרת etc. richtig, dann lies: [־זלא יעשנו אימרא המפורסמת [לצמר לפשתן)), Zu חרת Vitriol s. Rieger, Technol. u. Terminoh der Handwerke in der Mischnäh, S. 24. 4*