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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 1 · p. Seite 47

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 1
Article
Israel, ein einziges Gebilde auf der Welt
Date
1910-01-01
Page
Seite 47 (sequence 4)
Language
German
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Israel, ein einziges Gebilde auf der Welt. 47 gedeutet wird1). Für die Geonen wieder haben wir die allem Anscheine nach zustimmende Anführung Abulwaltds, wonach Scherira (in seinen Worterklärungen zu b. Sabb. 105a) das האמירך mit dem rabbinischen איסרא, und חטיבה mit הטבוית Prov. 7, 16 in Zusammenhang brachte2). Dasselbe bringt R. Nathan im Namen Hai Gaons (wahrscheinlich richtiger als Scherira) mit allen Komponenten der Erklärung: b. Sabb. 105 a, Deut. 26, 17, das Wort חטיבה, Prov. 7, 16 und die Deutung von Threni 2, 17. Es ist höchst befremdlich, wie die Neueren, z. B. Levy und Jastrow3), diese geonäische Erklärung mit Stillschweigen übergehen können. Uns bleibt nichts zu tun übrig, als in die von den Geonen gewiesenen Bahnen einzulenken. Den Ausgangspunkt bildet das Wort ך1טבןיח Prov. 7, 16, das man mit bunten oder buntgestreiften Decken [von aegyptischem Garn] übersetzt, indem man syrisch חטב P. Smith, Thes. Syr. col. 1247 buntfarbig, und arab. staubfarbig vergleicht4). Es fehlt nicht an Erklärern, die 1) Lev. R. 6, 5 R. Jakob aus Kefar-Chanan sagte: Er zerriß?einen Purpur. R. Nathan s. v. אמר III fügt noch die Worte hinzu כולד,ו שדי ואסרי אימרא בחד ד&נא, was wohl aus b. Sanb. 98 a zitiert ist (s. Levy I, 102b); wenn es hieher gehört, 1. שרי ואסיר כולי אימרא etc., was ich so übersetze: Allen Kleiderschmuck löste er und band er [Gott] auf einmal, d. i. gegenüber der früheren dort befindlichen Behauptung, Gott habe in seinem Erbarmen nur halbes Gericht an Israel geübt (ib. בצע אמרתו פשורי מכושר)> wird jetzt gesagt, daß sich Gott ganz in seinem Wesen zeige, nur ist es einmal strafend, einmal verzeihend. Vgl. dieselbe Deutung zu Threni 2, 17 in Thr. Rabba zu 1, 1 p. כב u. 120, ed. Buber, und in Pesikta di R. Kahana p. 120a, ed. Buber. 2) Abulwalid (ed. Neubauer 57, 220) hebr. in 0' השרשים, ed. Bacher, S. 39 u. 150, vgl. auch s. v. רבד S. 465. Von Bacher angemerkt in Ag. d. Tann. a. a. O., der jedoch auf den Aruch nicht verweist. 8) Jastrow, Dictionary 449 übersetzt ,הטיבר mit Liebe. Mandelkern jedoch in der großen und kleinen Konkordanz s. v. חטב verzeichnet ganz richtig die geonäische Erklärung. 4) Qesenius, Wb. 14. Aufl. sub חטב II. verweist auf den Thes.

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