Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Sifre sutta nach dem Jalkut und anderen Quellen
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 10)
- Language
- German
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Der Sifre sutfa nach dem Jalkut und anderen Quellen. 37 den wir oben zwischen S.s. und Mischna Challa I, 8 gefunden haben, ist insoferne von besonderer Bedeutung, als es sich nach unserem Dafürhalten um einen allgemeinen Grundsatz handelt, der in der Mischna als unbestritten hingestellt wird und in betreff dessen wir lediglich durch die Tosifta und Babli Pessach 45 b erfahren, daß ר׳ נתן anderer Ansicht war. Den Widerspruch auf einen anderen Unterschied zurückzuführen, dazu liegt nach unserer Meinung keine Veranlassung vor; wenigstens ist es das Nächstliegende, den Gegensatz zwischen S.s. und der Mischna auf eine Meinungsverschiedenheit hinsichtlich des in der Mischna Tohorot 8 III, 6 erwähnten Grundsatzes zurückzuführen. Demnach ließe sich vermuten, daß auch die anderen in S.s zitierten von unserer Mischna abweichenden Mischnajot derselben Mischnasammlung entlehnt sind, die wir hypotetisch als משנת י׳ נתן bezeichnen v ollen (vgl. Scherira-Brief ed. Neubauer, S. 16). Auch sonst fehlt es nicht an Stellen, die auf eine Beziehung zu דנתן hinweisen* der mit Namen nirgends angeführt wird. So nimmt sich die Auslegung zu 27, 1 wie ein zusammenhängender Midrasch des R. N. aus. Es wird Bezug genommen auf den Gegensatz zwischen den Töchtern Zlafchads und dem Bestreben der Männer, nach Ägypten zurückzukehren, was in Sifre 138 von R. N. hervorgehoben wird, und außerdem wird die bekannte Deutung R. N.’s zu עת לעשות angewendet. Ferner ist die Deutung zu 5,1 S. 81 zu vergleichen mit Sifre 4. היה ד נתן אומר בלשון אהדת אם דבר שלא זכיתי וכד. Wenn auch der Inhalt ein verschiedener ist, so handelt es sich hier nur um die Darst e 11 u n g s w e i se, die im Sifre besonders hervorgehoben wird, und'der wir nun auch im S.s. begegnen, (vgl. auch zur Stelle im S. s., w. u. die Berichtigungen). Zu 9, 3 S. 45 wird ככל חקותיו וככל משפטיו in ganz eigentümlicher Weise gedeutet: כחקות כחקותי כחקותיו ככל חקותיו und ebenso וככל משפטיו■♦ .Es wird diese Deutungsweise in älteren Midraschim nicht allzuhäufig Vorkommen. Wir erinnern uns einer solchen