Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 54 (1910)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Sifre sutta nach dem Jalkut und anderen Quellen
- Date
- 1910-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 7)
- Language
- German
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34 Der Sifre sutta nach dem Jalkut und anderen Quellen. Tannaim ersichtlich ist, werden in ihm manche Tannaim genannt, die in den anderen halachischen Midraschim gar nicht oder selten Vorkommen. Bemerkenswert ist auch der Umstand, daß in ihm Mischnajot citiert werden, die von der Mischna Rabbis verschieden sind. So beispielsweise die erste Mischna (Jahrg. 50) S. 471 עשר קדושות, vgl. mit Kelim 1,1, (51) S. 469 עיסת כלבים וכד, vgl. mit Challa I, 8, (58) S. 587 היה עומד ע״ג תנור, vgl. mit Para X, 4. Es werden Streitigkeiten zwischen ב״ש und ב״ה erwähnt, von denen wir sonst nichts wissen, so (50) S. 413 51) ,מכאן היו ב״ש אומרים נודוין לנזירות וכד) S. 602 und Sabbat XI, 7. Daß der Satz der Mischna auch nur von einer Seite bestritten wurde, würde man gar nicht vermuten, wenn es nicht ausdrücklich bezeugt wäre. Vgl, (53) S. 662 התקינו שיהו הורגין ברגל mit Sanhedrin 89a. ln formaler Beziehung weist die Terminologie manche Eigentümlichkeiten auf. Dahin gehört מכל;ד״א ובצד השני והיה כדין; מכל מקום צד oder;והלא דין הוא והלא אומר וכי דין הוא אמרת; אין לי אלא — אין במשמע אלא oder אמרת לא אמרתי אלא י3ןל _ jn affirmativem Sinne; הואיל ויש ,ועוד קיו ־== ק״ו הא מה הדבר;וכשאמר. . . ריבה; בזה מה שאין בזה אל ידונו זה מזה הא כיצד (vgl. Hoffmann, Einleitung in d. halach. Midr. S. 63). Schon eine oberflächliche Betrachtung belehrt uns, daß unser Midrasch in der Lehrmethode mit den aus der Schule R. Akibas hervorgegangenen Midraschim übereinstimmt, so sehr unterscheidet er sich von denen der Schule ismaels, wie beispielsweise die Mech., angehörigen Midraschim. Eingehend wird dies an verschiedenen Merkmalen yon Hoffm. a. a. 0nachgewiesen. Zunächst sind die Namen der Tannaim, die in unserem Midrasch auftreten, verschieden von denen, welchen wir in Midraschim aus der Schule R. Ismaöls begegnen. Gewisse stereotype Deutungen, wie הגר לרבות נשי גרים (zu 15, 15), זאת תורת für בשילה ובית עולמים mit Ausschluß von במה (uz 5, 29. 6, 13), לאו אטור — לאטר sind dem S.s und dem l) Nur nebenbei sei hingewiesen auf Jer. Ketubbot 27 d, wo st. אמרה אפשר בוררת wahrscheinlich אמרת וכוי zu lesen ist.