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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 1 · p. Seite 94

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 1
Article
Vorarbeiten zur "Germania Judaica" II.
Date
1909-01-01
Page
Seite 94 (sequence 5)
Language
German
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94 Vorarbeiten zur »Germania judaica.« II. Juden viertel ausgebrochen mt und die, Chris.teastadt ergriffen hatte, geflohen ־^raren??). Er zog damals, das, Dorf Ajtspeier, das ihm untertänig war, mit zur Stadt, und hatte die Absicht, die von Alters her hier ansässigen und die soeben neu ankornmenden 4uden2®) hier zu konzentrieren. Darum erklärte er in seinem Privilegium, daß er ihren Wohnbezirk, damit sie vom Obermut des Röbels nicht belästigt wörden, mit einer, Mauer umgeben habe. Für diesen Raum, den Hügel und das angrenzende Tal, hatten sie jährlich 34/8 Pfund Spey.ers.chen Geldes zu zahlen. Dafür durften sie in.nerh.alb und außerhalb ihres Bezirkes bis zum Scbittshafen hin Geldwechselgeschäfte und Handel? mit Waaren aller, Art ungehindert treiben. Zum Friedbai erhielten sie vom. Kircbengut einen Platz zu erblichem Besitz. Im Rechtsstreit zwischen Juden entscheidet der Archisynagogus wie der, Schultheiß! unten den Bürgern. Doch soll; in schwierigexen Bällen Berufung an den Bischof und dessen. Kämmerer gestattet sein. Nur die. Mauer, um. ihren Bezirk, müssen, sie bewachen, instandfealten und verteidigen. Bei der»■ Yerteidigung sollen die Mannen des Bischofs27)! ihnen,?ui; Seite stehen. Christliche Dienstboten und Ammen dürfen sie halten und; Fleisch, nach, ihrer, Vorschrift schlachten, auch die ihaen zum Genüsse, verbotenen, Tfeile, an die Christen! ver־ kaufen, »Kurz,<5 schließt der Bischof in. Wendungen, die! den Verdacht der Fälschung fürdie. Umrahmung derUrkunde, nicht ganz ungerechtfertigt erscheinen, lassen2•?), »um ihnen mein Wohlwollen im höchsten Grade darzutun, habe ich ihnen ejn Gesetz, verliehen, das besser ist, als es. das jüdische Volk in irgend einer. Stadt des deutschen Reichs besitzt. D^mife aber, keiner, meiner Nachfolger die;Begünstigung! und Verleihung den. Juden verkümmere, oder, sie höher,besteuere, als hätten, jese.sich diese.Begünstigungen in unrechtmäßiger Weise angeeignet, und nicht; vom. Bischof erhalten, habe ich ihnen, diese, Urkunde, der, erwähnten Vergünstigung als genügendes Zeugnis, hinterlasse,rt. Und damit das Andenken

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