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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 1 · p. Seite 67

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 1
Article
Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
Date
1909-01-01
Page
Seite 67 (sequence 22)
Language
German
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Die Stellung des Simon Duran in der jüd. Religionsphilc$. 67 daß diese Übe] als eine gerechte Vergeltung für die den Menschen verborgenen, Gottes Allwissenheit aber offenbaren Vergehungen zu betrachten seien1). Andererseits scheint wieder die Frage, warum es dem Frommen oft schlecht ergehe, größere Schwierigkeiten darzubieten. Die Klage, warum es dem Sünder oft gut ergehe, kann nämlieh als unbegründet zurückgewiesen werden unter Berufung auf die Liebe Gottes, die sich in der ganzen Schöpfung offenbare, die auch den wilden Tieren ihre Nahrung bereite und den Sünder mit den zu seiner Erhaltung notwendigen Gliedmaßen und Sinneswerkzeugen ausstatte^). Ferner können die dem Sünder verliehenen Gaben zuletzt ihm selber zum Unheil und dem Frommen zum Heil gereichen), und endlich ist das, was man das Glück des Sünders nennt, in Wahrheit gar nicht als ein solches zu betrachten, denn die Erdengüter sind, soweit sie das Maß des Notwendigen übersteigen, eher als eine Last denn als ein Glück anzusehen. Dagegen wäre man berechtigt, sieh über die den Frommen betreffenden Übel auch dann zu beklagen, wenn sie ihm oder anderen Frommen zuletzt zum Heil gereichten, weil der Fromme den Anspruch habe, daß ihm das Gute ohne vorangehendes Übel zu teil werde, und weil er durch die Übel im Dienste Gottes und in der Erlangung einer höheren Vollkommenheit gehindert werde. Diese Frage ist aber nur bei demjenigen berechtigt, der sich selber seiner Frömmigkeit bewußt ist, den das ihm zuteil gewordene Glück nicht zum Abfall verleitet, sondern 1) E. Hk. cap. 3, S. Sb. Vgl. M. A., S. 33b. Albo IV, 7, p. 180: ,ואע״פ שאין התלונות שוות, שהתלונה ברשע וטוב לו אמתית וקשה מאד, מצד היות כל האגשים רואין בעיניהם רשעת הרשע בהיות עובר ע״א ומגלה עריות ושופך דמים ועושה עול וחמס מפורסם . ♦ ♦ אבל התלונה בצדיק ורע לו אינו קשה כל כך, שאיין העול גלד אל בכי אדם .♦ . ואם יגיעו לצדיק רעות אין זה זר אצלם שיאמרו אולי חטא בפועל במפתרים במקום שאין רואה אלא השם וכר♦ Während Duran die Schwierigkeit auf beiden Seiten gleichmäßig findet, ist die Frage für Albo auf Grund der Duranschen Argumente entschieden• *) E Hk., cap. 3, M. A., S 33 a. 5*

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