Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 61 (sequence 16)
- Language
- German
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Die Stellung des Simon Duran in der jüd. Religionsphiios. 61 merkenswertes., darb.ietend, hier übergehen können1). Auch der v0/p seip,en Vorgängern so viel erörterten Lehre von den gött- I i c h e־n A11 r i b.u.t e n hat Duran keine irgendwie originelle Seite abzugewinnen vermocht; ja was er darüber sagt, muß als geradezu, unhaltbar bezeichnet werden. Seiner Meinung nach, hat Maimonides diese Lehre.viel tiefer als Gersonides behandelt, der ihrer Bedeutung nicht g,anz.gerecht geworden sei2), was aber Duran nicht hindert, nicht nur in einzelnen Punkten dem Gersonides gegen die Ansicht des Maimonides zuzustimmen, sondern die maimonidische Attributenlehre in ,ihrem Grundgedanken anzutasten. Gegen Maimonides, djer,gleich Algazpli, darin dem Ibn Sina folgend, auch das Attribut der Existenz von Gott njur. in negativem Sinne gelten, lassen will, weil, es, in positivem Sinne aufgefaßt, als Accidenz von Gott ausgeschlossen werden müsse, entscheidet er sich für Gersonides, der in Übereinstimmung mit Alfarabi und Averroes lehre, daß die ,Existenz von Gott apch^ in positivem Sinne als Attribut ausgesagt werden kpnne. Vielleicht aber, so meint Duran, will Maimonides nur, sagen, daß das Attribut der .Existenzwon Gott nicht in demselben Sinpe, wie . von den anderen Wesen zu prädiciren sei, da die Existenz Gottes eine notwendige, in seinem eigenen Wesen, begründete sei, während die Existenz der anderen Wesen als. von Gott empfangen nur accidentjell und möglich sei3). Nach,Maimonides ist unter, dem Attribut *) M. A., S. 3a—4a. Wie wenig die anderen Völker im Vergleich mit Israel zur rechten Erkenntnis Gottes gelangt seien, das beweist nach Duran der Umstand, daß sie־ in ihrer eigenen Sprache keinen Namen,für Gott haben, daß der Name, mit dem sie Gott bezeichnen,, £0י(ג<;, deus, dios, alla, vielmehr dem hebr. Tetragramm nachgebildet sei (M. A., S. 4a. Vgl. Kaufmann, Gesch. der Attributenlehre, S. 234, Anm. 224). Ebenso will er in der verkürzten Anrede Gottes: את das Vorbild des <jfX<pa und der Griechen erkennen, (M. A., S. 7 b). 9) M. A., S. Sa. 3) M. A., S. 7 a.