Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 59 (sequence 14)
- Language
- German
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Die Stellung des Simon Duran in der jüd. Religionsphilos, 59 nehmen, so gibt es noch andere, die von ihm unberücksichtigt geblieben sind. Duran kommt dann zu dem Ergebnis, daß Maimonides nur solche Lehren als Grundlehren aufgestellt habe, die sich durch Schriftverse belegen ließen, während er die in der Schrift nicht ausdrücklich erwähnten Lehren an jene Grundlehren angeschlossen, aber nicht als solche aufgestellt habe, obgleich ihre Leugnung ebenso einen Abfall vom Glauben bedeute, wie die Leugnung der Grundlehren1). Zur Darstellung seiner eigenen Ansicht übergehend, glaubt Duran sich auf folgende drei Grundprinzipien der Glaubenslehre beschränken zu müssen. 1. Der Glaube an Gott, und was damit zusammenhängt: die Existenz, die Einheit, die Ewigkeit, die Unkörperlichkeit und die alleinige Anbetung Gottes. 2. Die Göttlichkeit der Thora, und was sich aus diesem Grundprinzip ergibt, daß Gott durch Vermittlung der getrennten Intelligenzen auf die mit ihm Verbundenen einen göttlichen Erguß herabströmen lasse, wodurch die verschiedenen Stufen der Prophetie entständen, die den Menschen zum Dienste Gottes anzuleiten berufen seien, also : die Prophetie im Allgemeinen, die Prophetie Moses, die Unübertrefflichkeit und UnVeränderlichkeit der Thora, die als ein Werk Gottes vollkommen, beständig und ewig sein müsse. 3. Die Vergeltung, und was sich aus diesem Grundprinzip ergibt, daß Gott die Handlungen der Menschen kennt, sie in dieser oder in jener Welt, in den Tagen des Messias oder nach der Auferstehung der Toten belohnt und bestraft, also: Gottes Allwissenheit, die Vergeltung, das Messiasreich und die Wiederauferstehung der x) E, Hk., cap. 8, S. 14a. Im Text sind hier einige Worte ausgefallen; es ist zu lesen: והנראה בזה כי הרב דל לא כתב בכלל העקרים אלא בבה שבאו בהם פסוקים בפורשים נובה׳ שלא באו בהם פסוקים בפורשים] סבכם אל האבות ולא .בנאם אף על פי שהכופר בהם הוא ככופר באבות. Als Analogon führt er die in der Mischna erwähnten ל״ב בלאכות an, die sich auf die heim Bau der Stiftshütte angewandten Arbeiten beschränken, neben denen es aber noch andere gibt, die nicht mitaufgezählt werden, aber doch als תולדות verboten sind.