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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 1 · p. Seite 104

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 1
Article
Staatsrat Stägemann
Date
1908-01-01
Page
Seite 104 (sequence 3)
Language
German
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104 Analekten. die Frau von Pereyra, (Tochter des Hauses), die junge Ephraim (Schwester der Julius Schmidt). Die jungen Damen sind a|le recht gescheidt und recht hübsch. Ich habe ihnen schon Verse machen müssen«, Einige Wochen später schreibt er: »Man sagt oft, die Juden hätten kein Vaterland. Aber Frau von Eskeles bekommt Krämpfe, wenn gegen Preußen gesprochen wird, und Frau von Arnstein sagt den Leuten Grobheiten und ist außer sich, Sie kompromittiert einen durch ihren ungestümen Patriotismus, sagt Humboldt«., Schon aus dieser Stelle geht hervor, daß Stägemann alle diese Kreise als j ü d i s c h e in Anspruch nahm; noch klarer wird dies aus folgender kleinen Erzählung. Unter den angeführten Damen wjrd die schöne Marianne SaaHng mit besonderem Wohlgefallen geschildert: sie erinnere ihn, wie der Briefschreiber bemerkt, an seine Frau.; die Anmut ihres Wesens, ihr Behagen an den kleinen, einfachen Zirkeln im Gegensatz zu großen Gesellschaften wird sehr hübsch dargelegt. Einmal heißt es: »es ist recht hübsch neue Wörter zu machen, fing Marianne an, aber mich quält es sehr, ich bewege mich gern in dem gewohnten Kreise und ein b o h o b i g e s Wesen ist mir unangenehm. Jetzt nahm Hedemann das Wort sie zu neuen zu bekehren. Er ging nachher mit mir zu Hause und äußerte seine Verwunderung, als ich ihm sagte, daß im Arnstein’schen Hause niemand, auch nicht Marianne getauft sei. Darum habe er ihr auch heute Abend die überbildete Jüdin gleich angemerkt. So verstpcken sich die Gemüter! Marianne zeichnet sjch eben dadurch aus, daß sie diese Appretur nicht hat.« Das Wichtigste ist indessen, daß dieser Verkehr in jüdischen Kreisen Stägemann zeitweise von seiner Abneigung gegen die Juden kurierte. Am 12. Januar 1815 schreibt er: »Frau von Arnstein war besonders gütig gegen mich, weil ich eine sehr günstige Resolution für die jüdischen Gemeinden in Hamburg, Lübeck und Bremen ausgearbeitet habe. Es hat davon: schon etwas in den Zeitungen ge-

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