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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 1 · p. Seite 34

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 1
Article
Die bibelwissenschaftliche Literatur der letzten Jahre
Date
1908-01-01
Page
Seite 34 (sequence 14)
Language
German
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34 Die bibelwissenschaftliche Literatur der letzten Jahre. des אחי עטי von Thaanach identisch war. Diesen Sinkultus, der in den kananäischen Gegenden heimisch war — daher der Berg Sinai, die Wüste Sin u. dgl., vergl auch den midianitistih-minäischen וד und סין .ירח סחר =י= שחרן und den babylonischen Nebpkultus am הר נבוא — hätten die Israeliten der Wüste mit dem kenitischen 1HW identifiziert. Spiiren davon finden sich in den althebräischen Mondfesten wie חודש ושבת und פסח וסוכות Vollmondfesten, und diesen religiösen Zustand habe Moses, der wahrscheinlich auch von der monotheistischen Reformbestrebung Chun-Atens in Ägypten — zirka 1400 ־— nicht unberührt geblieben ist, bei den hebräischen Stämmen vorgefunden. B ä n t s c h sagt weiter (12) : »Aber wenn wir nun auch alle die Kulturbeziehungen, in denen Moses gestanden hat oder doch gestanden haben könnte, in Rechnung ziehen und ihm selbst eine Kenntnis ägyptischer Spekulation Zutrauen dürfen, so wird damit das Werk seiner Religionsstiftung noch nicht im mindesten erklärt Das alles könnte uns nur beweisen, daß er über die niedrigsten Vorstellungen von der Gottheit längst hinaus gewachsen und im Besitze einer konzentrierten, ans Monotheistische streifenden Gottesvprstellung gewesen ist, aber es könnte uns nicht begreiflich machen, daß er nun gerade ein Religionsstifter geworden ist Denn nicht Wissen und Kenntnisse, und wären es die allerhöchsten, machen zum Religionsstifter, spndern dazu gehört immer ein inneres Erlebnis, ein intensives Ergriffen werden von der Gottheit, eine heilige Stunde innerster Berührung mit einer transzendenten Welt, in der das Göttliche dem Menschen persönlich nahe tritt, und in der er sich der Berufung bewußt wird, den Gott zu verkünden, den er innerlich erlebt hat.« Es; genügt nicht die Annahme* daß Moses den Hehräerstämmen in dom 14iW.... einen,;.mächtigen Gott verspr^chr der mit ihnen Großes vorh^be; denn auch alle andern Völker hielten ihre Götter für die mächtigsten.

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