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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 1 · p. Seite 19

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 1
Article
Die Satire in der jüdischen Literatur
Date
1908-01-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
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Die Satire in der jüdischen Literatur. 19 schildert. Tac h k emoni hatte vor seinem Tode seinen Sohn Serach beschworen, nicht zu heiraten, da die Frauen nichts taugen und durch ihre bösen Tücken den Männern nur Unheil bereiten. Serach, dem Versprechen treu, das er seinem Vater gegeben hat, blieb nicht nur selbst ledig, sondern gründete auch einen Bund von Zölibatären. Die Frauen allesamt verschworen sich gegen ihn und ersannen allerlei Ränke, um sich an ihm zu rächen. Es ge־ lang ihnen, ihm durch eine Schöne den Kopf zu verdrehen und ihn in seinen Grundsätzen wankend zu machen. Serach verliebte sich in das reizende Mädchen, das er gesehen hatte, und schickte sich an, sich mit ihm zu verloben. Bei dem fröhlichen Verlobungsfeste, bei dem er dem Weine stark zugesprochen hatte, wurde ihm ein anderes häßliches Mädchen zugeführt, das, ihm angetraut, zur Xantippe wurde. Der Streit, der in dieser unfreiwilligen Ehe entbrannte, wurde dem Richter unterbreitet, vor dem der Dichter die ganze Geschichte als eine von ihn ersonnene und erdichtete Fiktion bezeichnete. Der versöhnliche Schluß erinnert an den der erstgenannten Schrift. Die Diktion der Dichtung ist außerordentlich schön, aber ihre ganze Anlage ist plump und ihre Tendenz unklar. Die Warnung vor der Ehe war nur ein Scherz, der aber, da er mißdeutet werden konnte, angesichts des innigen jüdischen Familienlebens nicht angebracht war. Die erwähnte Schrift wurde daher vielfach angegriffen. Ein obskurer Dichter, C h a j j i m b e n Samchun, der selbst an dieser Dichtung ein Plagiat begangen hatte, mit dem er prunkte, beschuldigte den Verfasser des literarischen Diebstahls, indem er behauptete, daß mehrere Verse der Dichtung von Joseph ben Jehuda (Ibn Aknin, gest. 1126, Schüler des Maimondes) aus Aleppo herrühren, die er bei diesem gesehen habe. Jehuda Ibn Sabbatai wies diesem Vorwurfe gegenüber (1228) in einem Epiloge zu seinem Gedichte darauf hin, daß er es 2*

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