Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 1 · p. Seite 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 1
Article
Die Satire in der jüdischen Literatur
Date
1908-01-01
Page
Seite 20 (sequence 20)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2829132-2829811-2829813-2846423--35873-2846479
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

20 Die Satire in der jüdischen Literatur. bereits vor 20 Jahren, das ist in seiner Jugend, verfaßt habe, als er von dem genannten Gelehrten in Aleppo noch nichts wußte (טעם זקנים p. 12 und Halberstam a. a. O.). Von dem Angreifer, dem er mit gleicher Münze heimzahlte, sagte er witzig ושנאתי «ת החיים (Kohelet 2, 17). Isaak, dessen Persönlichkeit und Heimat sich nicht näher bestimmen lassen, hat bereits 1210 in noch sehr jugendlichem Alter gegen die vorhergenännte Satire eine Schrift in Makamen unter dem Titel ״Vorhalle“ oder ״Hilfe der Frauen“ verfaßt (עזרת הנשים, ed. von Halberstam a. a. 0.). Die Polemik, in der er die angegriffene Schrift nach dem Bibelworte (Jer. 14,1) ״die Sünde Judas“ nennt und den Verfasser, nur um ein witziges Wortspiel an zu״ bringen, verunglimpft, überschreitet stark das Maß des Zulässigen (ויהודה עוד :רר v. 3. M. 15, 3. und Hosea 12, l). Eine solche Polemik ist einfach häßlich. (Fortsetzung folgt.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.