Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 51 (1907)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Die Kaufmann'sche Mischna-Handschrift
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 57 (sequence 4)
- Language
- German
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Die Kaufmann’sche Mischna-Handschrift. 57 dort ebenfalls Pausalform. in der Tat ersichtlich ist (K’ri und K’thib bleibt sich hierin gleich); demgemäß hat unser Punktator Recht, wenn er וולד schreibt (z. B. Jebam. 4, l)1). Hinsichtlich des Wortes עובר verwirft Levy (III, 612) mit Recht die rezipierte Aussprache ü b b a r, indem er sich auf targumisches ע1ברא beruft; unser Codex hat ׳עובר z. B. Bechor. i, 1. Bemerkenswert ist auch יחסים Kiddusch. 4,1 (Lowe יחסין) sowohl wegen des Cholem und des Kamez als auch wegen der Endung. Levy (III, 220) spricht des Weiteren über מפןח oder מ^ח; unser Codex hat מלןח, z. B. Kethubb, 1, 6, wo auch st. constr. nj?J5» Den bekannten Begriff לקוחות punktiert unser Codex לק’וח1ת, z. B. Kethubb. 9 8; er punktiert ראייה, z. B. Kethubb. 1, 7. 8. 9, und nicht ראייה.. Er punktiert ך$ף (stets so geschrieben, z. B. Kethubb. 8,5, nicht רשאי), und diese Aussprache des Jod als einer besonderen Silbe zieht sich durch unseren ganzen Codex, findet sich also auch bei den Eigennamen ,מתן (Aboth 1, 6), ”3L ,öttf (auch wenn nur mit einem Jod geschrieben), aber auch in Wörtern wie'n3Ö meine Genossen, חיטף mein Weizen, z. B. Baba M. 5, 1, ”13 z. B. Bechor. 3, 1. Er punktiert פחות (z. B. Baba M. 1,1; so finden wir das Wort auch in T. Nasir 6, 2, p. 291. Z. 13 punktiert; Levy IV, 24 ׳(פה1ת also adverbiales Abstractum2). Dagegen müssen einige andere Eigentümlichkeiten *) Doch auch וולד z. B. Jebam. 3, 13. 2) Ferner: שווה פרוטה z. B. Me'ila 5, 1 (Levy u. Jastrow punktieren ישווה), vgl. bh. Esth. 3,8; 5, 13 (wahrscheinlich auch Koh. 2, 22 für הוה). — Häufig die Partikel אין הוא אינו (nicht 1אינ). Immer טלת (nicht Tallith), vgl. מטלת■ das auch von Levy III, 88 zum Teil mit Segol (richtiger wäre Zere) geschrieben wird; von mir ist die Verwandschaft beider Wörter auf anderem Wege gefunden worden (M. Bloch-Festschrift, hebr. Teil, S. 96). Auch die vulgäre Aussprache st T a 11 e t h. — Stets מרחץ (nicht מרחץ Levy III, 249). Plural התרנגלי z. B. Baba K. 1, l (2) in Lowe ebenfalls התרננלין.