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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1907-01-01 · Heft 1 · p. Seite 28

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
51 (1907)
Issue
Heft 1
Article
Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
Date
1907-01-01
Page
Seite 28 (sequence 12)
Language
German
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28 Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. 16. Der Rückstand des Pressens. Der Rückstand, den man nach der wiederholten Pressung zurückbehält, heißt 1גפת). Er besteht aus den zerrissenen Schalen und den zerquetschten Kernen, an denen naturgemäß noch etwas Öl haftet2). Diese Oliventrester besitzen eine hohe natürliche Wärme3). 17. Das Pro d u k L Das Produkt des Pressens, ist in erster Reihe das Öl (4(שמן), welches neben dem Wein das wichtigste der *) bb. 2, T. Maas, sehen 1,10 (87), Kel. 9,5 u. 6, Durchweg nur für Oliventrester. Einzige Ausnahme T. Toh. 3,1 (662), wo es Weintrester bedeutet. Diese heißen sonst זגים »Schalen« Kel. 9,6 — aram. גיפתא, j. Schab. IV. 6d arab. neuarab. vgl. Seetzens Reisen durch Syrien IV, p. 260 -־־ ins neugr. als übergegangen. Sachs, Beiträge II, p. 26/27. Assyr. vielleicht gipu, Pick, Talmudische Glossen, p. 23. 2) Das Öl, das sich auch ausscheiden läßt (Maasr. 5,4), erklärt die Verwendung als Brennmaterial. Vgl. Kel. 9,5.6 גפת חדשה. Die Kerne der Olive גרעינה pl.גרעיני] י T. Uks. 2,10 (687), T. Ter. 3,15 (30), ebenso von Datteln und Johannisbrot T. Ter. 10, 1 (42) — T. Toh. 4,10 (664) ausdrücklich גרעינה של גפת. — Auch גל עינה Uks. 2,2, Lö\V, p. 123. 3) Neg. 9,1. 4) Dem ■1,3 u. s. f. — zur Bedeutung, Frankel, p. 147. Findet sich im Assyrischen (samnü, Delitzsch Hwb., p. 671) Aram. und Arab. (Barth §80c), also in allen vier Zweigen der semitischen Sprachen. Bedeutung: »fett sein« שומן Fettigkeit, Sota 9,12, T. Toh. 10,3 (671) (L.: שומן mischnisch wohl unter aram. Einfiusse tierisches Fett, doch vgl. שומן הדגן ,שומן הפירות). — öl ist zwar assyr. samnü, aber arab. und aram. משה. Esr. 7,22, j. Pes. II, 29c unten, auch [משח. Targ. Est. II, 6,11, b. Suc 40a (L. Aram. bib'l. משח paläsi, samarii, palmyr., syr., neusyrisch.), meist andere Wurzeln. In der Bedeutung des Sing, auch (kollectiv) der Plural שמנים T. bk. 11,5 (370), meistens zusammen mit יינות Schekal. 4,3, T. 2,12 (176) und סלתות T. Tem. 4,4 (555), Beza 1,9, Ab. sar. 4,2/ (Die drei entsprechen dem bibl. יצתל .(דגן תירוש ויצהר (Lagarde G. G. A. 35, p. 129) findet sich im Sprachgebrauch der Mischnah nicht. Aram. von diesem Stamme ציהדא »Ol« b. Kid. 48 b.

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