Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 51 (1907)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 10)
- Language
- German
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26 Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. Säcke1), deren Verwendung eine mannigfache sein kann. Die als Aufbewahrungsgeräte erwähnten ,כדי בד, ■כדי בדידה כדי קסבי sind Krüge ohne charakteristische unterscheidende Merkmale2). Viele Geräte, besonders die Preßkörbe, bedürfen öfters einer gründlichen Reinigung, welche am besten mit heißem oder fließenden Wasser vorgenommen wird. Auch Abreiben mit Ölschaum genügt3). Wenn auch dieser doppelte Prozeß des Mahlens und Pressens eine große Ausnutzung des Ölgehalts gewährleistet, so lohnt es sich doch, den Rückstand, unter dem sich auch die harten Oliven (פריצי זיתים) befinden4), die der Preßbalken nicht zerdrücken kann, noch einmal einer Behandlung zu unterziehen. Der Rückstand wird noch einige Male (im Ganzen gewöhnlich dreimal) gemahlen und gepreßt5). Nach der letzten Pressung aber wird der Brei zerbröckelt und in großen Kesseln6) mit heißem Wasser gekocht7). Diese Masse liefert ein mit Wasser ver- ף T. bb. 3,2 (402) und Zitat Bar. j. IV, 14c, 45 f. שק und מרצוף, marsupium, Krauss II, 353. Der Unterschied liegt im Material. — Zum Auihängen vieler Geräte, wie Körbe, Säcke etc., waren an den Wänden der Kelter Haken angebracht. Kel. 12,3 אונקלים שבכות^ים Komm. 2) Vgl. T. Toh, 10,12 (672) und S. 23, Anm. 3. 3) T. Ab. sar. 8,3 (473) und die gleichlautende Stelle T. Toh. 11,16 (673). — Ölscbaum hier .מי זיתים ף T. Uks. 3,6 (689), T. Toh. 11,5 (672), vgl. S. 33, Anm. 6. 5) Das zeigen Men. 8,4, Sifra 103 a. — Auch ,קודד, יאשרנד Mo. kat. 2,1, Bar. b. 11b. 6) ,יולד. Zur Etymologie Frankel, Zeitschrift für Assyr. IX, p. 1. ־־־־ T. Kel. bk. 4,5 (573) — Ed. 7,8. Der Kessel ist ringsherum mit einem Rundbau (מוסף ד,יורה) versehen, der beim Kochen hochgezogen wird. In diesen ergießt sich die. überlaufende Flüssigkeit. — T. Jeb. 14,4 (259) zeigt, daß der Kessel eine sehr beträchtliche Größe hatte, denn man kann hineinfallen und sterben. 7) So geschieht es heute in allen Betrieben, die ich. sah. Deswegen haben die Fabriken speziell für diese Behandlung mit heißem Wasser besondere Vorrichtungen.