Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 51 (1907)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 3)
- Language
- German
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Der Ölbau in Palästina in der tannaitischen Zeit. 19 darauf deutet wenigstens der Name 1עדשה), den das Becken sicherlich nach seiner Form erhalten hat2 *). Wie diese Mühlen nun gedreht wurden, ob mit der Hand, oder ob sie durch Tiere oder Wasserkraft bewegt wurden, läßt sich nicht entscheiden. Die Wahrscheinlichkeit spricht für die Handmühle8). Ein besonderer Bestandteil der Ölmühle, den andere Mühlen nicht gehabt zu haben scheinen, ist ein Maß (סאה), das fest mit dem Boden verbunden ist, dessen Bestimmung aber unklar bleibt4). Auch in der Ölmühle findet sich Gewürm5), 14. Die Presse. Die gewöhnliche Preß Vorrichtung6) besteht aus zwei in geringer Entfernung von einander senkrecht in den Boden gesteckten Holzpfosten (7(בתולה). Vereinzelt werden ג) Die Steine des trapes waren linsenförmig, also hatte auch das Becken diese Gestalt. — T. Ab. sar. 8,3 (473), Bar. j. V, 45 b (in diesem Citat der Baraita fehlt בדו!). T. Toh. 11,6 (673). Die aramäische Übersetzung ist טלופחא was sich auch, allerdings als Erklärung von ים, b. bb. 67 b findet. 2) Daß noch andere Mahlvorrichtungen existierten, ist unwahrscheinlich. Vielleicht mahlte man Oliven auch in Mühlen von Art der Getreidemühlen, was noch heute nach Anderlind ZDPV; XI, p. 72 in Unteritalien üblich ist. — Die Ölmühle der Römer (mola olearia) . war so eingerichtet, daß die Kerne beim Pressen nicht zerdrückt wurden. Colum XII, 52,6, 51,6. Vgl. Bliimner I, p. 331. — T. Men. 9,6 (526) לא היד טוחנן בקורה אלא באבנים deutet in dem Worte אבנים nicht auf irgend eine Mahlvorrichtung hin, sondern entweder ist der Teilprozeß des Mahlens für den ganzen des Press ens gebraucht oder 1. סחט für טחן, vgl. T. Toh. 11,4 (672). 3) רחיים של יד bh. Jes. 47,2, T. Kel. bm. 2,14 (580). Vgl. aber die Angabe Baldenspergers S. 18, Anm. 4. 4) Zabitn 4,2, Maim. Lagt J jLdwo״ s) Toh, 9,8. 6) Überreste einer im folgenden beschriebenen Kelter, die wahrscheinlich für Öl benutzt wurde, beschreibt Anderlind ZDPV X, p. 167. 7) bb. 4,5. In b. bb. 67 b erklärt Raschi »gemelli oder sorores.« — Lat. arbores Rieh., p. 674. Sie waren aus einem festen Holze, 2*