Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 50 (1906)
- Issue
- Heft 1
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 6)
- Language
- German
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122 Besprechungen, wo er grössere Verschiedenheiten aufweist, .neben den von O. stellt, während er sonst die Varianten in die Fussnoten verweist, die auch die Nachweisungen der Bibel- und Talmudcitate enthalten. Dankenswert ist auch, dass der Herausgeber die einzelnen Abschnitte der Übersichtlichkeit halber fortlaufend numeriert hat. Es verlohnt sich nun, die Übersetzung Tibbons mit dem uns vorliegenden Text zu vergleichen, wobei sich für das von Yahuda S..40—41 charakterisierte Verfahren Tibbon’s eine vollständige Bestätigung ergibt. Aber auch so manches Versehen erkennen wir dabei, das, zum Teil auf mangelhafter Kenntnis des Arabischen beruhend, die Widergabe des richtigen Sinnes des Verfassers beeinträchtigt. Einige Beispiele sollen dies veranschaulichen: Das Original hat im dritten Abschnitt der ersten Pforte, S. 4, 13—14: qä : es wird von ihm Rechenschaft gefordert, d. h. es rächt sich an ihm, dass er dies vernachlässigt Tibbon, ed. Stern S. 37, Ende, hat diese ,Wendung nicht, die doch gerade die Eindringlichkeit der Mahnung Bachja’s zum Nachdenken über die Einheit Gottes verstärken soll. Es ist demnach ungefähr zu ergänzen: ,והוא נפקד על התרשלו בזד. — Das. z. 15 heisst es: kM »wenn er an den Arzt gewöhnt, mit ihm vertraut ist«. Tibbon übersetzt, a. a. O. S. 38, 3: סמך על רופא »er verlässt sich auf den Arzt«. Abgesehen davon, dass hier das arabische falsch widergegeben ist, kommt auch die Absicht BachjaV durch Tibbon’s Wiedergäbe nicht recht zur Geltung. Denn der Verfasser will doch sagen, dass man nicht aus blosser Gewohnheit, und, weil man sich mit dem Gedanken schon vertraut gemacht hat, die Einheit Gottes als etwas Gegebenes hinnehmen soll, sondern, dass man darüber auch nachdenken soll. Dieser Gedanke wird aber durch Tibbons Übersetzung stark abgeschwächt. Es wäre demnach zu übersetzen: הוא כבר התרגל עם הרופא► — Das. Z. 16—17 lautet es im Text; xJä ^Uü Q./3 »ohne, dass er sich darum zu entschuldigen braucht«. Tibbon gibt es so wieder, das. Z. 8: מבלי דבר שימנעהו »ohne, dass ihn etwas zurückzuhalten braucht«. Dies aber ist ganz und garnicht dem Wortlaut gemäss. Ausserdem aber will doch Bach ja sagen, dass darin niemand irgend einen Verstoss gegen die Ehre des Arztes zu erblicken braucht, für die man um Entschuldigung zu bitten hat; ebenso ist in dem Nachdenken über Gottes Einheit keine Verfehlung gegen die Ehrfurcht vor Ihm zu finden, deretwegen man sich Vorwürfe zu machen hätte. Tibbon’s Übersetzung lässt diese Absicht des Verfassers nicht erkennen. Es müsste also etwa so heissen: ואין לו לבקש ממנו מחילה על זה. — S. /ץ Z. 3—4 heisst es im Text »der einzige im uneigentlichen Sinn«, im Ger