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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 105

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Eine Confrontation zwischen Glückel Hameln's Memoiren und den alten Hamburger Grabbüchern
Date
1905-01-01
Page
Seite 105 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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Eine Confrontation. 105 schichte des Gelübdes, das Bär seiner sterbenden Frau gegenüber hat ablegen müssen, seine spätere Weigerung, das Versprechen einzuhalten und seine folgenden Heiraten nicht zu erzählen brauche; nur einige der von Glückei genannten Persönlichkeiten, deren Grabschriften Kaufmann noch nicht verwerten konnte, mögen hieraufgeführt werden. Dabei ergeben sich auch einige Berichtigungen zu Kaufmanns Daten. Wir finden also jetzt bei Grunwald S. 236 unter dem Stichnamen Cohen Nr. 423 (882), dass Betti (Glückei nennt sie בילא) Frau des Beer, Tochter des Jacob Ree, am 3. Ab 5456 gestorben ist (1687 bei Kaufmann 1. c. S. 221 unrichtig). Als Zeugen bei dem Gelübde waren gegenwärtig Glückeis Schwager Joseph Segal (S. oben. Kaufmann 1. c. nennt ihn Joseph Hameln; mit Recht?) und der gelehrte Dajjan Samuel Orgel es. Das Versprechen ging bekanntlich darauf aus, dass Bär, wenn er verwittwet sein würde, seine Pflegetochter Glückchen heiraten sollte. Diese Waise war zwiefach die Nichte des Ehepaares Cohen. Ihr Vater war Philip Cohen gewesen, ihre Mutter Reize, Tochter des Jacob Ree, gestorben 12. Elul 5453 (S. 236 Nr. 421). Für die Erfüllung des Ver- Sprechens traten, nach Glückeis Bericht, ein: Anschel, seine Frau Mate, die Glückchen Cohens »Mühmle« war, und dessen Bruder, also Glückchens Onkel, Rüben Roths c h i 1 d1). Die Grabschriften zeigen uns jetzt, hiermit übereinstimmend, dass Martha, Frau des Asch er Anschel Wimpfen (S. 306 Nr. 4462—63), eine Tochter war von Juda Rothschild (auch Bacharach genannt2) und dessen 0 Kaufmann scheint I. c. zu vergessen, was er in den Berichtigungen zu den Memoiren S. LXXI selbst richtig gestellt hat. 2) Über die Namen Rothschild und Bacharach siehe noch Löwensteins Blätter für jüdische Geschichte und Litteratur IV (1903) S. 58. Glückei nennt (Memoiren S. 38) R. Juda und R. Anschel als Zeugen die bei der letzten Bitte ihrer verstorbenen Grossmutter anwesend waren. Es werden wohl Juda Rothschild und Anschel Wimpfen sein, die, wie aus dem vorhergehenden zu ersehen, mit der alten Frau nahe verwandt waren.

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