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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 106

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Eine Confrontation zwischen Glückel Hameln's Memoiren und den alten Hamburger Grabbüchern
Date
1905-01-01
Page
Seite 106 (sequence 11)
Language
German
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106 Eine Confrnntation. Frau Elkel, geb. Jacob Ree (S. 292 Nr. 3715—16). Nachdem das Gelübde gelöst war, heiratete Bär Cohen eine Tochter des Gelehrten David Schiff, die ihm einen Sohn — Juda Seligmann — gebar, aber bald darauf nach kurzer Krankheit starb. Wir kennen jetzt ihren Namen: Rösel und ihren frühen Todestag 16. Ijar 5459 (S. 236 Nr, 426). Kurz vor der Geburt ihres Kindes war der, nicht ganz standhafte, Anwalt des vernachlässigten Glückchens, der hoch angesehene Anse hei (Wimpfen) zur Trauer der ganzen Gemeinde durch einen »hastigen Tod« abberufen worden. Er starb in der Tat schon den 27. Tammus 5457. Und um das Mass des Schreckens in der Gemeinde voll zu machen, so starb auch Samuel Orgel es, der Bär Cohen bei Lösung des Gelübdes behülflich gewesen war, kurz nach dem Tode der Rösel Cohen, ebenfalls plötzlich, in der Sabbatnacht R. Ch. Adar 54601). Wie es Bär Cohen, seiner Familie und seinem Lehrhause weiter gegangen ist, möge man bei Kaufmann nachlesen2). Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, wie die Grabschriften und Glückeis Memoiren sich gegenseitig aufklären. Und an ein altes Talmudwort mich anlehnend, könnte ich sagen, dass, wenn die von Grunwald bekannt gemachten Totenlisten uns gar nicht anderes gebracht hätten — in der Tat bringen sie aber viel anderes — als uns Glückei Hamelns Memoiren von neuem als zuverlässige Geschichtsquelle kennen zu lernen, wir hätten schon Grund genug für die wertvolle Veröffentlichung dankbar zu sein. 9 Grunwald hat S. 266 Nr.2156(1232)alsT0desdatum»lsteJ, 460 «,j aus Wittkowerl.c. S.301 (cit. von Grunwald) geht hervor, dass 1. Adar zu lesen ist. Woher stammt die ganz unrichtige Grabschrift bei Wolf Bibi Hebr. I S. 1102? vergl. Steinschneider Cat. Bodl. S. 2430, Nr. 7040. 2) Hier sei nur bemerkt, dass der bei Grunwald S. 189—90, als vom Jahre 1716 herrührende, veröffentlichte Steueraufsatz von viel späterem Datum sein muss. Von Berend Salomon Bär Cohen wird nämlich als von einem verstorbenen gesprochen, und er lebte bis 1728. Die Liste muss andererseits vor 1739 abgefasst sein, da Bärs Sohn Juspa noch als lebend erwähnt wird.

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