Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Eine Confrontation zwischen Glückel Hameln's Memoiren und den alten Hamburger Grabbüchern
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 104 (sequence 9)
- Language
- German
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104 Eine Conirontation. S. 4 — bekannt ist. Seine Tochter Esther, die Glückei (Memoiren S. 30) rühmend nennt, findet sich S. 276 Nr. 2730 (1137) gest. 3. Adar 5443. Sie war mit Juda Löb aus Hildesheim, der, wie Grunwald uns mitteilt, der Familie Mose angehörte, verheiratet. Unter diesem Familiennamen — Moscheh — finden wir nun den Ehegatten jener Esther S. 2S1 Nr. 3046 (1136) als Juda Levi [d. h. Löb] b. Jacob gest. 23. Adar II 428. — Unter den bedeutendsten Männern,die Glückei durch Verschwägerung verwandt waren, ist der Schwiegersohn des Juda Löb und der Esther, der Mäcen Elia Ballin zu nennen. Er steht unter dem Stichnamen Josef S. 266, Nr. 2153 (1108) als Elia b. Moses, gest. 15. Adar 5440. Bei Simon von Geldern in der obengenannten Familienliste heisst er Elia Gas. Grunwald, S. .117, irrt wohl also, wenn er nach der Vorrede eines, mir im Augenblicke nicht vorliegenden, Buches Elia Gas von Elia b. Moses Josef Ballin trennt. Die Frau des Elias (Memoiren S.30) können wir leicht finden, denn sie ist unter demNamen Ballin aufgeführtS. 231 Nr. 156 (1109) Süsse, Frau des Elia, geb. Jehuda Löw, gest. 19. Schebat 54631). Eine längere Schilderung' widmet Glückei (Memoiren S. 257 ff) den Lebensschicksalen des Vorstehers Bär Cohen. Kaufmann hat das Bild mit solcher Meisterschaft ausgeführt (diese Monatschrift 1896, S. 220 ff), dass ich die Ge- ג) Hier noch einige Vermutungen: Ungefähr gleichzeitig mit ihrem Gatten hat Glückei HamePs Grossmutter Mate einen Sohn Mordechai nebst Frau und einigen Kindern in der Pestzeit verloren. Sollte die Epidemie 5399 — 1638 gemeint sein, und der Sohn identisch sein mit Mordechai Elieser, Vorsänger, genannt S. 242 Nr. 761 (1023)? Eine Frau Simcha Mordechai starb drei Tage nachher, am 6. Marcheschwan 5399, wie wir S. 281 Nr. 3036 (1022) lesen. — Glückeis Vater war zuerst mit einer Wittwe, Reize, verheiratet. Sollte es die S. 267 Nr. 2213 (853) genannte »Frau Reizehe«, geborene Isak, gestorben 8. Elul 5400 sein? Der Stichname Isak unter dem sie steht, scheint hier nach dem Familiennamen der Frau genommen zu sein, indem der Name des Mannes in den Gräbblichern wohl nicht genannt ist.