Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 103

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Eine Confrontation zwischen Glückel Hameln's Memoiren und den alten Hamburger Grabbüchern
Date
1905-01-01
Page
Seite 103 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2829132-2829787-2829789-2845958--33458-2846079
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Eine Confrontation. 103 Jahre vor seiner Frau (die wol deshalb ausnahmsweise mit der Benennung »Wittwe« versehen ist) am 24. Ijar 5413, wie wir aus den Grabschriften S.436 Nr. 415 (918) ersehen. Dabei erzählt uns Glückei, wie überhaupt zu jener Zeit Streitigkeiten in der Gemeinde herrschten, und wie dann, zu allgemeiner Trauer, schwere Todesfälle eintrafen. Zuerst starb (Memoiren 32) der frühere Vorsteher Fheiwelmann. Die Grabschriften stimmen zu (und hier erleichtert Grunwalds Zusammen- Stellung von den zu jedem Jahre gehörigen Nummern das Auffinden) S. 260 Nr. 1802 (955) Philip Josua b. Jacob Heilbutt (Vorsteher), stirbt an! 21. Adar II 5413. Dann nennt sie als gleich darauf verstorben den ebenfalls früheren Vorsteher, den reichsten Mann der Gemeinde, Chajjim Fürst. Er steht nicht unter seinem berühmten Familiennamen, sondern S. 293 unter dem Stichnamen Rüben Nr. 3743 (855): Chajjim (Vorsteher) gest.. 29. Adar II 5413. Dann wurde (Memoiren ebendaselbst) der Synagogendiener Abraham abgerufen, wie er sagte »damit er vor dem himmlischen Gerichtshof Zeugnis ablege« (wer die Streitigkeiten angefacht?). Für den treuen Gemeindediener legt ausser Glückeis Mitteilung keine Inschrift Zeugnis ab. Dann starb noch ein junger Mann, der gelehrte Salomon, Sohn des genannten Chajjim Fürst. Wir finden ihn unter dem Stichnamen Chajjim S. 236 Nr. 401 (856) als am 2. Nissan 5413 gestorben. Glückei misstraut selbst ihrem Gedächtnis und sagt (Memoiren S. 33), dass noch andere zu jener Zeit starben »was mir ist vergessen«. Die Grabschriften zeigen, so viel wir daraus urteilen können, dass sie, obgleich zur Zeit jenes traurigen Sterbens noch ein kleines Kind gar nichts vergessen hat. Aus dem Jahre 4413 ist in unseren Listen nämlich weiter kein einschlägiger Sterbefall verzeichnet. — Grunwald macht selbst (S. 298) darauf aufmerksam, dass der am 4. Kislev 5407 verstorbene Vorsteher Nathan b. Moses Spanier (Chajjim Hamels Grossvater) uns aus den Memoiren — referirt in seinem Text

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.