Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 49 (1905)
- Issue
- Heft 1
- Article
- Eine Confrontation zwischen Glückel Hameln's Memoiren und den alten Hamburger Grabbüchern
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Eine ConfrontaEon. 97 noch einen für die sichere Ausnutzung einer grossen Anzahl von Texten sehr verhängnisvollen Transcriptionsmodus, nämlich die Widergabe des ליב nicht durch »Löb« (wie nur ab und zu vorkommt), sondern durch »Levi«. Da dieser Name selbstverständlich auch לוי repräsentirt, hat man nie die Gewissheit, was »Levi« bedeuten soll. Schmerzlich vermisst wird eine eigentliche Durcharbeitung der Mitteilungen, die um so nötiger wäre, als gerade die knappe Form dem Leser die Verarbeitung erschwert. Zwar wird bei den Familiennamen — oder richtiger den nach Schluss der Grabschrift oft willkürlich gewählten Stichnamen1) — darauf verwiesen, wo dieselben Stichnamen sonst in den Listen Vorkommen, und auch zum Teil darauf hingewiesen, wo einige der Namen im Texte des Buches genannt sind, aber weder wird dies mit Consequenz durchgeführt2), noch wird (mit ganz wenigen Ausnahmen) versucht, in den verschiedenen Listen uns diejenigen Persönlichkeiten x) Neben wirklichen Familiennamen kommen als Stichnamen noch vor : Stadtnamen, Vatersnamen, grossväterliche Namen oder gar die »jüdische« Umsetzung des hebräischen Namens. S. z. B. Nr. 2730 Juda unter dem Stichnamen Löb, Nr. 1316 Mordechai unter Gumpel, Nr. 4121 David unter Tebele. Leider ist nirgends zu ersehen, wo Grunwald einfach den Grabbüchern folgt, und wo er selbst ordnet oder kürzt Manchmal ist er gewiss nur in zweiter Linie verantwortlieh. Mehrere Verbesserungen, die von Grunwald herr.ühren, erwähne ich ausdrücklich. 2) Z. B. wird bei dem genannten Gottschalk Löb Cohen nicht darauf hingewiesen, dass er S. 9D ff. oft vorkommt. Dagegen steht bei seinem Sohne (Nr. 596) Jehuda Jacob Levi b. Gottschalk noch (»? s. S. 98»). Hier ist wohl (S. 94) zu lesen, wie überhaupt — leicht begreitlich durch die Entfernung des Herausgebers vom. Druckort — viele Fehler in den Citatenzahlen Vorkommen. Im Texte wird unser Gottschalk durchgängig, hier gewiss nach Vorgang der Aktenstücke, Gottschalk Levi genannt (nur S. 94 unten bei Nennung seines Sohnes: Levin). Dem nicht besonders Eingeweihten ist es kaum möglich zu erraten, dass Grunwalds Gottschalk Levi identisch ist mit dem in anderen Quellen vorkommenden Gottschalk Cohen. Die Gr ab Schriften benehmen jetzt jeden Zweifel an der Identificirung. Monatsschrift, 49. Jahrgang•. 7