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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1905-01-01 · Heft 1 · p. Seite 96

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
49 (1905)
Issue
Heft 1
Article
Eine Confrontation zwischen Glückel Hameln's Memoiren und den alten Hamburger Grabbüchern
Date
1905-01-01
Page
Seite 96 (sequence 1)
Language
German
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96 Sine Confrontation zwischen glücket Ifatneln’s |€emoiren und den alten Hamburger grabbüchern» Von D. Simonsen, Die Totenlisten, die Dr. Grün wald in seinem jüngst erschienenen Werke: Hamburgs deutsche Juden bis zur Auflösung der Dreigemeinden 1811, nach den alten »Grabbüchern« Hamburg-Altona’s mitteilt, sind für den Historiker äusserst wertvoll. Deshalb ist es sehr zu bedauern, dass Grünwald sich aus äusseren Gründen genötigt gesehen hat, eine »Kürzung der Grabschriften« eintreten zu lassen (Vorwort S. IV). Durch die knappe Form kann eine an sich wertvolle Notiz unverständlich und somit wertlos werden, und die nicht zu vermeidenden Druckfehler schaden viel mehr, wo mit Sigeln als wo mit Worten gearbeitet wird. Man sehe z. B. unter der Familie Cohen S. 238 Nr. 511 (3681)1): »Lea Hendel, Fr[au des] Levi b. Levi Gottschalk b. David«. Das erste »b« ist »ben« (Sohn des), das zweite »b« wird aber »bat« bedeuten, denn Gottschalk Cohen war kaum der Sohn eines David sondern, wie nach Nr. 534 (3071) zu vermuten, Sohn eines »Jeh. Levi«; dagegen war Lea Hendel die Tochter eines sehr berühmten David, nämlich des R. David Fränkel, des Lehrers Mendelssohns, wie man bei Freudenthal, im Kaufmann-Gedenkbuch, S. 590, Anm. 3 sehen kann. Hier ist also der besonders interessirende Familienname des Vaters weggelassen. Ob das zweite Levi richtig ist, oder ob ein Schreibfehler vorliegt, weiss ich nicht bestimmt, die Grabschrift (oder die Transscription der, wohl in hebräischer Schrift vorliegenden, Notiz der Grabbücher) zeigt uns aber 9 Die erste Zahl ist Grunwalds laufende Nummer, die zweite (von mir in Parenthese gestellt) ist die Originalnummer in den Grabbüchern.

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